Amoklauf in Emsdetten
„Sein Hobby waren Waffen“

Ein toter Amokläufer und acht Verletzte: Das ist die Bilanz des blutigen Überfalls eines 18-Jährigen auf eine Schule in Emsdetten in Nordrhein-Westfalen. Bei dem Täter soll es sich um einen ehemaligen Schüler handeln, der als sonderbarer Waffennarr galt.

HB EMSDETTEN. Bei dem Täter handele es sich wahrscheinlich um einen ehemaligen Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule, sagte der Sprecher der Münsteraner Staatsanwaltschaft, Wolfgang Schweer. Er habe sich nach der Tat offenbar selbst getötet. Die Ermittlungen wurden dadurch erschwert, dass der Täter Sprengsätze am Körper trug, die erst von Spezialisten entschärft werden mussten.

Nach Angaben der Polizei hatte der mit einer Gasmaske vermummte und bewaffnete Jugendliche die Schule am Montagvormittag überfallen und insgesamt acht Menschen mit Schüssen aus einer Handfeuerwaffe verletzt. Augenzeugenberichten zufolge hatte er schon auf dem Schulhof das Feuer eröffnet. Seine Kugeln trafen eine Lehrerin, mehrere Schüler und den Hausmeister. In Panik flüchteten die Schüler daraufhin, teils ins Gebäude, teils vom Schulgelände. Kurz danach muss sich der Amokläufer im Schulgebäude selbst gerichtet haben. Er sei von den Spezialeinsatzkräften der Polizei tot aufgefunden worden, sagte ein Polizeisprecher.

Schüler berichteten, der 18-Jährige sei in Emsdetten für seine Aggressivität bekannt gewesen. „Er war ein absoluter Einzelgänger“, erzählte die 17-jährige Katja Weber und sie fügte hinzu: „Sein Hobby waren Waffen.“ Der junge Mann sei immer in einem schwarzen Mantel mit einer schwarzen Kapuze herumgelaufen, hieß es weiter.

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