Amtseinführung
Wegen Obama: Obdachlose sollen verschwinden

Zur Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten soll die US-Hauptstadt glänzen. Die zahlreichen Obdachlosen passen da nicht in Bild - und sollten laut eines Medienberichts aus der Stadt gebracht werden. Nun fürchten Washingtons Stadtverantwortliche, einen falschen Eindruck mit der Aktion erweckt zu haben.

HB WASHINGTON. Zur Vereidigungsfeier des künftigen US-Präsidenten Barack Obama sollen Obdachlose, die sonst auf den Straßen im Zentrum Washingtons leben, vorübergehend aus der Stadt gebracht werden. Busse sollen die Menschen am Tag vor dem Amtsantritt an diesem Dienstag abholen und in Unterkünfte fahren, wo warme Getränke und Essen auf sie warten, berichtete die "Washington Post" am Donnerstag. Man wolle aber nicht der Eindruck wecken, die Obdachlosen sollten "weggekarrt" werden, sagte Stadtrat Tommy Wells der Zeitung. Wie alle anderen Bürger auch könnten sie selbstverständlich der Präsidenten- Parade am Nachmittag zusehen.

"Die Polizei plant nicht, irgendjemanden rauszuschmeißen", sagte Polizeisprecher Robert Lachance. "Wir versuchen, mit den Obdachlosen zusammenzuarbeiten." Wer zur den Feierlichkeiten in die Innenstadt zurückkommen wolle, dürfe aber wie andere Besucher auch kein großes Gepäck in die Sicherheitszone rund um das Weiße Haus bringen.

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