An den Stränden von Katalonien
Quallen verletzten Tausende Badeurlauber in Spanien

An den Stränden der spanischen Provinz Katalonien ist das kühlende Bad im Meer im Augenblick überhaupt kein Spaß Tausende Quallen vor der Küste verderben den Sommergästen nicht nur das Badevergnügen, sondern sind inzwischen eine echte Gefahr geworden.

HB BARCELONA. Seit Anfang Juni sind an den Stränden der spanischen Provinz Katalonien nach Angaben des Roten Kreuzes mehr als 10 000 Menschen von Quallen verletzt worden. Am Schlimmsten betroffen sei die Küste der Provinz Barcelona mit rund 4200 Verletzten, sagte Rotkreuz-Sprecher Oscar Velasco am Freitag.

In den vergangenen Wochen war an mehreren nordspanischen Stränden zeitweise Badeverbot verhängt worden, so zum Beispiel in Gavá und Castelldefels. An der Costa Brava wehte an einigen Stränden, darunter in Tamariu und Palafrugell, die gelbe Warnflagge. Sie mahnte zur Vorsicht beim Baden.

Einige Experten führen die Quallenplage auf die erhöhte Wassertemperatur, die zwei Grad mehr beträgt als im Vorjahr, und die Überfischung zurück. Mittlerweile soll es in manchen Gebieten des Mittelmeeres drei Mal mehr Quallen als Fische geben. Die natürlichen Feinde der Quallen wie der Tunfisch gerieten in Unterzahl. Auch das Einleiten von Abwässern in Küstennähe begünstige das Quallenaufkommen.

Im Mittelmeer leben 300 der insgesamt 4000 bekannten Arten. Anfang Juli wurden Millionen von Quallenlarven im Meer vor Valencia entdeckt.

Nach ADAC-Angaben gibt es im gesamten Mittelmeer derzeit ungewöhnlich viele Leuchtquallen (Pelagia noctiluca). Auch der Verband nennt Spanien und zudem die Toskana als Hauptverbreitungsgebiete. Bis zu hundert Tiere pro Quadratmeter seien keine Seltenheit.

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