Lebensmittel aus der Region sind aktuell der große Renner, doch was bedeutet eigentlich „von hier“? Viele Hersteller haben davon eine sehr eigene Definition. Es fehlt an einer einheitlichen Regelung.
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Kommentare

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  • Der Kunde will mit "regional" ja doch nur "ein gutes Gefühl" kaufen. Und das bekommt er doch - ganz gleich wo das Zeug tatsächlich herkommt.
    Regional ist doch nur ein an den Haaren herbeigezogenes Argument das den Kunden von objektiven Qualitätsmerkmalen "ablenken" - und ihm oft sogar noch einen höheren Preis schmackhaft machen soll.

    Aus "regional" wird so gesehen auch erst dann ein Schuh wenn mit der Herkunft objektive Qualitätsanforderungen in Produktion und Weiterverarbeitung verbunden sind.
    Und genau da liegt meist der Schwachpunkt von "regional". Denn gerade der "logistische Spielraum" der sich aus der Nähe zum Verbrauchger ergibt - wird von Produzenten und Handel "großzügig" genutzt um Kosten zu sparen und Gewinne zu maximieren.

    Wichtiger als Regionalbezeichnungen wären also objektive Angaben zum Erntezeitpunkt und der Produktionsweise.

  • Eine Lösung für die Verbraucher wäre es als erstes das "hergestellt für ..." abzuschaffen und durch eine zwingende Herstellerangabe zu ersetzen.

    Aber die Wirtschaft hat eben eine Lobby im Bundestag. Die Bürger nicht!

    Und so kommt Schwarzwälder Schinken auch weiter nicht zwingend aus dem Schwarzwald!

  • Ich pfeife inzwischen auf regionale Produkte. Warum soll ich einen Holsteiner Cox kaufen, der teurer ist als der australische Braeburn?

  • Es sind die Lagerkosten für den heimischen Appel. Der aus Neuseeland hat deswegen trotz Transportkosten die bessere CO2 Bilanz, global betrachtet.
    Regional betrachtet, ich kenne noch den Bratapfel aus dem eigenen Keller von Dezember bis zum ersten frischen Obst und Gemüse vom heimischen Feld. Aber dafür ist heute wohl kein Haushalt mehr ausgerüstet.

  • @DagmarK:
    Braeburn: Zufallssämling, gefunden 1952 in Upper Moutere, Region Nelson (Neuseeland).
    Diese Sorte wird auch in Süddeutschland angebaut. Am Geschmack erkennt man, dass ein Elternteil "Cox Orangenrenette" sein muss. Sie ist etwas hart & trocken im Fruchtfleisch, schmeckt aber sehr gut.

    [Gelber] Holsteiner Cox: Regionalsorte aus dem Eutiner Raum; "Cox Orangenrenette" ist hier ebenfalls die Muttersorte. Es ist ebenfalls ein gutschmeckender Herbstapfel, der leider immer seltener zu bekommen ist. Daher wohl auch der höhere (Liebhaber-)Preis im Vergleich zu den Standardsorten der Supermärkte...

  • @DagmarK
    Sie muessen die Zusammenhänge sehen. Je weiter der Transportweg, desto mehr der Rohstoffverbrauch und die dazugehörige Umweltverschmutzung.
    Aber auch ganz einfach, wenn der Holsteiner Produzent Pleite ist, muessen Sie ihn Harz4 zahlen.

  • Wo man hinguckt, nur Betrug.

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