Anflug auf Tel Aviv
Air Canada fliegt Warteschleife wegen Raketen

Die radikalislamische Hamas hat mit dem Abschuss von Raketen auf den Flughafen von Tel Aviv eine Air-Canada-Maschine zu Warteschleifen gezwungen. Die Airline zeigt sich unbeeindruckt.
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DüsseldorfEine Air-Canada-Boeing 767 auf dem Weg von Toronto nach Tel Aviv ist am Freitagvormittag wegen des Konflikts zwischen Hamas und Israel zu Warteschleifen vor der Landung gezwungen worden. Es habe zehn Minuten gedauert, „bis die Luftraumbedingungen als sicher für eine Landung bestätigt wurden“, bestätigte die Fluggesellschaft dem kanadischen Fernsehsender CBC zufolge.

Die radikalislamische Hamas hatte nach eigenen Angaben am Freitag drei Raketen auf den Ben-Gurion-Flughafen nahe der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv abgefeuert. Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, starteten die Raketen vom Typ M75 nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ). Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien „über Tel Aviv“ abgefangen worden.

Am Freitag hatte etwa die Lufthansa-Gruppe entschieden, weiter Tel Aviv nicht anzufliegen. Die Hamas bezeichnet das Flugverbot als „großen Sieg“. Ein offizielles Flugverbot hatte die US-Flugsicherung FAA am Donnerstag aufgehoben, die europäische Flugsicherungsbehörde EASA nahm eine entsprechende Warnung ebenfalls zurück.

CBC zufolge wird Air Canada auch am Freitag erneut nach Tel Aviv fliegen. Nach dem kurzzeitigen FAA-Flugverbot vor wenigen Tagen hatte auch Air Canada seine Flüge zum größten israelischen Flughafen ausgesetzt, am Donnerstag aber wieder aufgenommen.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Anflug auf Tel Aviv: Air Canada fliegt Warteschleife wegen Raketen"

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  • Ich denke mal, es sitzen sowieso keine Passagiere in den Flugzeugen - oder? Wer will denn aktuell da hin?
    Habe gestern im heute journal die Aussage gehört, der Flughafen sei sicher, er werde ja bewacht... Aha, die Bewachung hilft also auch gegen Raketen?

  • Jeder kann doch immer noch selbst entscheiden wann und wo er krepieren möchte.

  • Ich finde es einen Skandal, das Israel derart massiv die Airlines erpresst. Sicherheit geht vor! Bin gespannt, wenn ein Flugzeug abgeschoßen wird, wer dann die Verantwortung übernimmt. Sehr bedenklich wie massiv Isarel "Lobbyarbeit" betreibt und alle schön brav duckmäusern.

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