Angaben der italienischen Regierung
Touristen in Niger verschleppt

Kriminelle haben im Grenzgebiet zwischen Niger und Tschad nach Angaben der Regierung in Rom 21 italienische Touristen entführt, aber die meisten von ihnen mittlerweile wieder freigelassen.

HB ROM/BERLIN. Nach italienischen Quellen wurden die Touristen in der südlichen Sahara an der Grenze zum Tschad zeitweise verschleppt. Ein Deutscher sei den Angreifern entkommen und habe Alarm geschlagen. Zwei Italiener seien nach wie vor in den Händen der Bande, erklärte der Krisenstab in Rom am Dienstagabend.

Wie das staatliche italienische Fernsehen berichtete, haben die Behörden in Rom „direkten Kontakt“ zu den freigelassenen Italienern. Sie seien bei guter Gesundheit. Die Einzelheiten des Falls liegen allerdings völlig im Dunkeln. Es hieß nur, die Touristen seien in der abgelegenen Region „in einen Hinterhalt der Banditen“ geraten. Zeitweise hatte Rom eine Entführung zur Erpressung von Lösegeld vermutet. Die italienischen Behörden hatten von Reisen in die Region wegen hoher Kriminalität abgeraten.

Auch das Außenministerium in Berlin war nach eigenen Aussagen mit dem Fall befasst. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, es sei ungewiss, ob es sich überhaupt um eine Entführung handle. Es könne auch ein Überfall auf die Touristengruppe gewesen sein. „Was genau passiert ist, können wir aber im Moment nicht sagen.“ In der unwirtlichen Grenzregion zwischen den beiden zentralafrikanischen Staaten sind zahlreiche kriminelle Banden aktiv.

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