Angeblich keine Beeinträchtigung des Flugverkehrs
USA untersuchen nach Messerfund alle Passagierflugzeuge

An Bord zweier Passagierflugzeuge sind Teppichmesser gefunden worden - die gleichen Waffen, die auch die Flugzeugentführer vom 11. September 2001 verwendet hatten. Doch die Messer waren Angaben der betroffenen Fluggesellschaft zufolge mit Zetteln versehen, wonach die Drohung mit einem Anschlag lediglich simuliert sei. Dennoch werden alle Passagierflugzeuge in den USA untersucht.

HB WASHINGTON. Nach Erkenntnissen der Bundespolizei FBI keine unmittelbare Gefahr besteht. Die US-Bundespolizei FBI untersucht gemeinsam mit dem US-Heimatschutzministerium, wie die Teppichmesser, Bleichmittel und andere verdächtige Gegenstände an Bord der Maschinen der US-Fluglinie Southwest Airlines gelangen konnten. Es handle sich offenbar nicht um die Tat von Terroristen, sagte FBI-Direktor Robert Mueller am Freitag. „Es gab keinen Sprengstoff, es gab keine unmittelbare Bedrohung dahingehend, dass die Möglichkeit für einen Terroranschlag bestand.“ In einer weiteren FBI-Erklärung hieß es, man habe offenbar die verantwortliche Person ausfindig gemacht und befragt. „Dieses Individuum scheint keine weitere Bedrohung für die Luftfahrtsicherheit darzustellen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Flugzeugentführer des 11. September 2001 hatten Teppichmesser als Waffen benutzt. Seitdem dürfen sie nicht mehr an Bord von Flugzeugen mitgenommen werden. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA teilte mit, die Durchsuchung von rund 6000 Flugzeugen bis zum Samstag werde keine Verzögerungen im Flugverkehr nach sich ziehen.

Southwest teilte mit, aus bei den Gegenständen gefundenen Zetteln gehe hervor, dass die Flughafensicherheit getestet werden sollte. Southwest zufolge wurden Plastiktüten mit den Teppichmessern und den anderen Gegenständen am Donnerstagabend und in der darauf folgenden Nacht in Houston und New Orleans bei Kontrollarbeiten in Waschräumen der Flugzeuge gefunden. Die Fluglinie habe alle 385 Maschinen der Flotte durchsucht und keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden. Die Gesellschaft werde mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Herkunft der Gegenstände zu klären. „Wir werden nicht darüber spekulieren, wer diese Dinge möglicherweise an Bord gelassen hat“, hieß es.

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