Angriff mit Bomben und Messern
Blutbad auf Bahnhof in China

In chinesischer Provinz Xinjiang gab es einen beängstigenden Anschlag. Drei Menschen starben, 79 wurden verletzt. Präsident Xi fordert nun ein entschiedenes Vorgehen gegen den „Terrorismus“.
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PekingWährend eines Besuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in der unruhigen Provinz Xinjiang sind bei einem Angriff auf einen Bahnhof der Provinzhauptstadt drei Menschen getötet worden. Die mit Messern und Sprengsätzen bewaffneten Angreifer hätten zudem 79 Menschen verletzt, berichteten chinesische Medien am Mittwochabend. Xi, der bereits zuvor eine Verstärkung des "Anti-Terror-Kampfes" gefordert hatte, kündigte ein unnachgiebiges Vorgehen gegen die Täter an.

Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Xinhua, zwei Sprengsätze seien am Abend nahe dem Ausgang des Bahnhofs explodiert. Angreifer hätten zudem Passanten mit Messern attackiert. Es gebe vier Schwerverletzte. Der Bahnhof wurde vorübergehend geschlossen und der Bahnbetrieb ausgesetzt. Xinhua sprach von einem "gewaltsamen Terrorangriff", doch bekannte sich zunächst niemand zu der Tat. Es war unklar, ob sich Xi zur Tatzeit noch in der Provinz befand.

Xi war am Mittwoch zu einer "Inspektionsreise" in der Wüstenprovinz im äußersten Westen Chinas. Es war sein erster Besuch in der mehrheitlich von muslimischen Uiguren besiedelten Region seit dem Amtsantritt. Bei dem Besuch sprach er sich für eine Stärkung des "Anti-Terror-Kampfs" und eine "Erst-Schlags-Strategie" aus. Zugleich versprach er, dass sich Peking für ein harmonisches Zusammenleben aller ethnischen Gruppen einsetzen werde.

Am Donnerstag rief Xi laut Xinhua dazu auf, "die Schlacht zur Bekämpfung von Gewalt und Terrorismus" in Xinjiang ohne Nachlassen zu führen. Die Regierung macht regelmäßig religiöse Extremisten mit Verbindungen zu ausländischen Terrorgruppen für Gewalttaten in Xinjiang verantwortlich, Menschenrechtler und Exilvertreter der Uiguren werfen der Regierung dagegen vor, die Terrorgefahr bewusst zu übertreiben, um weitere Repressionen gegen die Uiguren zu rechtfertigen.

Ein Sprecher des Weltkongress der Uiguren, Dilxat Raxit sagte, es seien nach dem Angriff am Mittwoch mehr als hundert Menschen festgenommen worden. Die Uiguren erwarteten von Xi, dass er "konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der turbulenten Situation" mache, stattdessen ermutige die Regierung weiter die "bewaffnete Unterdrückung" der Uiguren, klagte Raxit. Die Exilorganisation betont immer wieder, dass die Ursache der Gewalt in der sozialen und kulturellen Benachteiligung der Minderheit liegt.

Der Angriff am Mittwoch erinnerte an die Attacke auf den Bahnhof von Kunming am 28. Februar. Damals hatten mehrere schwarzgekleidete Angreifer mit langen Messern den Bahnhof der Hauptstadt der Provinz Yunnan gestürmt und Jagd auf die dort wartenden Reisenden gemacht. 29 Menschen wurden getötet und 143 weitere verletzt. Die Behörden machten Aufständische aus Xinjiang verantwortlich.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Rotchina ist nicht China schon gar nicht die USA !!!
    Das Problem liegt nicht an Unterdrückung (gerne betont der Westen immer wieder aber bislang kaum Beweise) oder Nichtunterdrückung sogar Privilegien der Minderheiten. Als die Republik China, gegründet am 01.01.1912 von Dr. Sun Yat-sen nach der Xin-Hai Revolution 10.10.1911 und dem Umsturz der Qing-Dynastie, von 1912-1949 das Festland noch regierte, hat die Regierung China in 36 Provinzen einschließlich Xinjiang, Tibet und ganzes Mongolei (Äußere + Innere Mongolei) eingegliedert. Alle Volksgruppen konnten sich damit als Bürger der Republik China bekennen, sowie die in den USA. Sie sind alle Amerikaner. Nachdem 1949 die Kommunisten Chinas die Macht im Festland, unter massiver Hilfe von der Sowjet Union, ergriffen hatten, betreiben sie eine völlig andere Minderheitspolitik. Seitdem wird China in Provinzen und sog. Autonom-Gebiete verwaltet. Das war ein fataler Fehler. Denn die Autonom-Gebiete sind in der Wahrheit nicht autonom sondern werden total von der Zentralregierung kontrolliert. Obwohl die Zentralregierung in Beijing Ausnahmeregelungen und sogar Privilegien für die Minderheiten eingeführt (z.B. von der 1-Kind Politik ausgenommen, oder extra Punkte für die Aufnahmeprüfungen an der Uni, oder Erleichterung beim Antrag auf Stipendien, usw.), gibt es immer wieder Konflikte bzw. Unruhen in diese Regionen. Viele solcher Konflikte und Unruhen werden vom Außen angestiftet, befördert und gesteuert. Das kommunistische Regime wollte die mit aller Härte, sozusagen "Anti-Terror", bekämpfen. Dies geschieht aber nur im Inneren. Im Außen Fehlanzeige! So bringt das Anti-Terror nur begrenzte Erfolge. Natürlich ist die Volksrepublik derzeit nicht zu vergleichen mit den USA. die alles daran setzen, den Ursprung des Terrors oder auch nur mutmaßliche Bedrohung, egal auf welcher Ecke der Welt es sich befindet, beseitigen. Man sieht in Afghanistan, Im Irak, Jemen, etc., ... Ob eines Tages China das ähnliches tun würde, ist fraglich.

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