Angst vor gefährlichen Krankheiten wächst
Starkes Nachbeben löst Panik aus

Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Südasien ist das Katastrophengebiet am Donnerstag von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden. Der Erdstoß war bis in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu spüren und brachte dort Gebäude für mehrere Sekunden ins Wanken. Unter den Menschen brach Panik aus.

HB ISLAMABAD. Das Beben der Stärke 5,6 habe sich um 1.23 Uhr Ortszeit etwa 135 Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad ereignet, teilte das Geologische Institut der USA unter Berufung auf erste Messergebnisse am Mittwoch mit. Berichte über Opfer oder Schäden gab es aber zunächst nicht.

In den Erdbebengebieten wächst indes die Angst vor gefährlichen Krankheiten. In den Gebirgsregionen verschärfte sich nach einem Wintereinbruch die Situation von Millionen Obdachlosen. Helfer berichteten am Mittwoch im indischen Teil Kaschmirs, mindestens sieben Kinder seien bereits erfroren. „Wir sind sehr besorgt wegen des Wintereinbruchs“, hieß es im Innenministerium in Neu Delhi.

Ärzte und Hilfsorganisationen warnten eindringlich vor Lungenentzündungen und Tuberkulose. „Kälte und Nässe erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen sowie Durchfall, insbesondere bei Kindern“, sagte Joost Butenop, Arzt und Vize-Projektleiter bei der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

Nach Angaben der der Kindernothilfe in Duisburg sind Kinder und Jugendliche von der Katastrophe besonders stark betroffen. „In Balakot, Manzhera und anderen Regionen Pakistans sind viele Schulen eingestürzt. Ganze Schulklassen wurden ausradiert“, sagte Dietmar Roller, der im Vorstand der Organisation für die Programmarbeit im Ausland zuständig ist.

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