Anhaltende Trockenheit
Tote bei Waldbränden in Portugal

In Portugal ist ein Monat nach den verheerenden Waldbränden bei neuen Flammen ein Mensch getötet worden.

HB LISSABON. Nahe Viseu im Zentrum des Landes sei eine 70-Jährige von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt, teilten die örtlichen Behörden mit. Hunderte Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge waren landesweit im Einsatz.

In der Ferienregion Algarve im Süden Portugals bedrohte ein Feuer das 8000 Einwohner zählende Bergstädtchen Monchique mit seinen berühmten Thermalquellen. Wegen der großen Trockenheit und des Windes seien die Flammen außer Kontrolle geraten und bewegten sich in mehreren Fronten fort. Mehrere Häuser seien bereits zerstört, Dutzende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Situation sei lebensgefährlich, sagte Bürgermeister Carlos Tuta.

Weitere Brände infolge der neuen Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad gab es in Pinhel nahe der spanischen Grenze und in Mafra nordwestlich von Lissabon. Dort seien auf einem Militärgelände Munitionsbestände explodiert. Die 325 Feuerwehrleute konnten die Flammen aber nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen.

Erst am Donnerstag hatte der Zivilschutz wegen der erneuten Hitzewelle und der anhaltenden Trockenheit vor neuen Waldbränden gewarnt. Mit einem Rückgang der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen sei erst Mitte nächster Woche zu rechnen, teilten die Meteorologen mit. Die Brände im Juli und August hatten in dem Land rund 400 000 Hektar Baumbestand und damit fast ein Zehntel der gesamten Waldfläche vernichtet. 18 Menschen kamen bei den Feuern ums Leben, mehr als 60 mutmaßliche Brandstifter wurden festgenommen.

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