Anklagen nach Hurrikan „Katrina„
„Ophelia“ schürt neue Angst

Die Zahl der Opfer des Hurrikans „“Katrina„“ steigt weiter an. Die Behörden sprechen mittlerweile von rund 650 Toten. Erste Anklagen beschäftigen nun die Justiz. Indes nähert sich der amerikanischen Ostküste eine neue Gefahr. Tropensturm „Ophelia“ hat wieder an Stärke gewonnen und wurde zum Hurrikan heraufgestuft.

HB WASHINGTON. Nach der Hurrikan-Katastrophe hat die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Louisiana die Leiter eines Altenpflegeheims wegen fahrlässiger Tötung in 34 Fällen angeklagt. Es sei die erste größere strafrechtliche Maßnahme nach der Naturkatastrophe im Süden der USA vor zweieinhalb Wochen, berichtete der Sender CNN. Wie die Behörden im US-Bundesstaat Louisiana am Dienstag mitteilten, erhöhte sich allein dort die Zahl der Getöteten auf 423 von zuvor angegebenen 279. Im benachbarten, ebenfalls vom Sturm schwer getroffenen Bundesstaat Mississippi kamen 218 Menschen ums Leben. Sieben Menschen starben zudem in Florida an den Folgen des Sturms. Die Bergung der Leichen ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Staatsanwalt Charles Foti erklärte am Dienstag in New Orleans, das Ehepaar Salvador und Mable Mangano sei als Besitzer des Altenheims St. Ritas in Chalmette verhaftet worden. Foti berichtete, dass die Manganos es trotz der Angebote der Sicherheitskräfte vor dem Hurrikan „Katrina“ abgelehnt hätten, das Heim zu evakuieren. Nach dem Sturm waren die Leichen von 34 Bewohnern entdeckt worden.

Die Staatsanwaltschaft prüft nach den Worten Fotis auch die Hintergründe der Leichenfunde im „Memorial Medical Center“ in New Orleans. Dort waren am Montag 45 Leichen entdeckt worden. Noch ist unklar, wie die meist älteren Patienten in dem Krankenhaus ums Leben kamen.

Unterdessen nähert sich der siebte Atlantik-Wirbelsturm der Hurrikansaison 2005 der Ostküste der USA. Das Nationale Hurrikan Zentrum in Florida stufte den Tropensturm „Ophelia“ mit Windgeschindigkeiten von über 120 Stundenkilometern am Dienstagabend (Ortszeit) erneut als Hurrikan der Kategorie 1 ein. Es wurde erwartet, dass der Sturm binnen 24 Stunden auf die Küste des Bundesstaates North Carolina treffen werde. Nach einer leichten Abschwächung am Sonntag war der langsam nordwärts ziehende Wirbel zwischenzeitlich zum Tropensturm herabgestuft worden. „Ophelia“ ist der erste Hurrikan, der die US-Küste nach dem verheerenden Wirbelsturm „Katrina“ bedroht.

Der Gouverneur von North Carolina, Mike Easley, hatte bereits am Wochenende vorsorglich den Notstand ausgerufen. Nach Berichten des Senders CNN warnte er die Küstenbewohner nun erneut vor möglichen Überschwemmungen und Stromausfällen. Bewohner tiefer gelegener Gebiete rief er auf, sich vor „Ophelia“ in Sicherheit zu bringen.

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