Antrag wird geprüft - Termin unklar
US-Berufungsgericht befasst sich erneut mit Komapatientin

Neuer Hoffnungsschimmer für die Eltern der Komapatientin Terri Schiavo: ein US-Berufungsgericht in Atlanta hat am Mittwoch entschieden, sich erneut mit dem Fall zu befassen. Terri Schiavo ist mittlerweile seit zwölf Tagen ohne Wasser und Nahrung.

HB PINELLAS PARK. In der vergangenen Woche hatten drei Richter des selben Bundesgerichts einen Antrag auf die Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung abgelehnt. Bob und Mary Schindler fordern nun eine erneute Anhörung vor dem gesamten zwölfköpfigen Gremium. Ein Sprecher des Gerichts sagte, der Antrag werde geprüft. Wann die Richter zusammenkommen, war allerdings unklar. Medizinern zufolge dürfte Schiavo in den kommenden Tagen sterben. Am 18. März hatten die behandelnden Ärzte ihr die Magensonde entfernt, mit der sie bis dahin künstlich ernährt wurde. Nach siebenjährigem Rechtsstreit vor Gerichten auf Bundes- und Landesebene hatte Schiavos Ehemann Michael das Recht zugesprochen bekommen, die Sonde entfernen zu lassen. Er hat geltend gemacht, seine Frau hätte in ihrem Zustand nicht weiterleben wollen. Terri Schiavo liegt seit 1990 nach einem Herzinfarkt mit schweren Hirnschäden im Wachkoma.

Schiavos streng katholische Eltern haben durch alle Instanzen erfolglos gegen die bisherigen Gerichtsentscheidung gekämpft. Zuletzt sah es so aus, als ob alle juristischen Mittel in dem zu einem öffentlichen Drama gewordenen Fall ausgeschöpft seien.

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