Anwesen des mutmaßlichen Serienmörders Fourniet durchsucht
Polizei gräbt auf Schlossgelände nach Leichen

Auf dem früheren Anwesen des mutmaßlichen Mörders Fourniret hat die Polizei mit der Suche nach Opfern begonnen. Am Abend wurden erste Reste von Knochen gefunden.

HB BERLIN.

Auf dem ehemaligen Anwesen des mutmaßlichen Serienmörders Michel Fourniret sind am Samstagabend Knochen gefunden worden. Die menschliche Gebeine seien an der Stelle entdeckt worden, wo der Franzose nach eigenen Angaben eine 22-jährige Französin vergraben hatte, teilte die Staatsanwaltschaft in Reims mit.

Zuvor war der 62-Jährige unter starker Bewachung zu seinem Schloss geführt worden. Dort sollte er der Polizei zeigen, wo er zwei seiner Opfer vergraben hatte. Founiret hatte zugegeben, neun Menschen ermordet und zwei Leichen auf dem Schlossgelände vergraben zu haben.

Gesucht wurde am Abend noch nach der Leiche einer zwölfjährigen Belgierin, deren Mord Fourniret ebenfalls gestanden hat.

An der Suchaktion waren den Angaben zufolge 200 französische und belgische Beamte beteiligt. Sie sollten das Gelände abriegeln und Spuren sichern. Gesucht wurde demnach auf dem 15 Hektar großen Gelände des Schlosses Sautou ein zwölfjähriges Mädchen aus Belgien und eine 22-jährige Französin.

Fourniret gab der Polizei Hinweise auf mögliche Vergrabungsorte. Daraufhin wurden zwei Bereiche abgesteckt, in denen nach den Opfern gesucht wurde. Generalstaatsanwalt von Reims, Yves Charpenel, sagte bei dem Ortstermin, die Angaben Fournirets seien genauer als bisher. Es werde auch mit Baggern gegraben, fügte er hinzu.

Auch die Frau des mehrfach wegen Sexualdelikten vorbestraften Franzosen war vor Ort. Sie beschuldigt den 62-Jährigen zehn Morde begangen zu haben. Monique Olivier hatte Fourniret bei Gefängnisbesuchen kennen gelernt und ihm nach eigenem Eingeständnis schon wenige Monate nach seiner Haftentlassung «bei der Jagd» nach Opfern geholfen.

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