Archäologie
Neuzeit-Argonauten wollen nach Venedig

Griechische Archäologen und Schiffbauer haben das mythologische Argonauten-Schiff „Argo“ nachgebaut und wollen damit nach Venedig fahren.

HB ATHEN. Das nach Angaben der Organisatoren möglichst originalgetreu gebaute mythologische Schiff des Sagenhelden Iason (Jason) ist am Montag in Piräus präsentiert worden. Vorangegangen waren zweijährige Testfahrten.

Ursprünglich wollten die Schiffbauer die mythologische Reise von der Hafenstadt Volos (damals Iolkos) nach Kolchis am östlichen Schwarzen Meer (heute Georgien) wiederholen, um das Goldene Vlies - ein heiliggehaltenes Widderfell - zu erbeuten. Die Reise nach Georgien war jedoch aus Sicherheitsgründen nicht möglich. „Jetzt werden wir nach Venedig fahren“, sagte der Bürgermeister der Stadt Volos, Alexandros Voulgaris, am Montag im griechischen Staatsfernsehen.

Die Archäologen erwarten von der rund drei Monate dauernden Fahrt neue Erkenntnisse über die Schifffahrt im Altertum. Die Besatzung besteht aus 72 freiwilligen Ruderern und Seglern. Die „Argo“ sei so weit wie möglich originalgetreu rekonstruiert worden, erklärte Projektleiter Evangelos Goussis. Allerdings gebe es von dem mythologischen Schiff nur mündliche Beschreibungen.

Die „Argonauten der Moderne“ planen entlang der Peloponnesküste und danach durch das Ionische Meer und die Adria zu fahren. In der frühen Antike fuhren die Seeleute fast immer in Sicht der Küste, um sicher zu navigieren. Iason stahl der Sage nach das Goldene Vlies mit Hilfe der Herrschertochter Medea und kehrte nach zahlreichen Abenteuern nach Iolkos zurück.

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