ARD-Nachrichtensendung: „Tagesschau“ bekommt neue Optik

ARD-Nachrichtensendung
„Tagesschau“ bekommt neue Optik

Die „Tagesschau“ soll optisch aufgefrischt und zeitgemäßer werden. Wann und wie genau, ist noch nicht bekannt. Andere Veränderungen beim Sender sind dagegen fix: Erstmals wird eine Frau das ARD-Hauptstadtstudio leiten.
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Keine Moderation, optisch frischer, neues Studio und mit einer Frau an der Spitze: Der ARD stehen eine Reihe Veränderungen ins Haus. Eine der Wichtigsten: Der Sender plant einen großen Relaunch seines Nachrichten-Klassikers, der „Tagesschau“.

Vor wenigen Tagen erst hatte die ARD ein Video ins Netz gestellt, das die Gerüchteküche über die älteste ARD-Sendung überhaupt einen solchen Relaunch hochkochen ließ. In einem Zusammenschnitt verschiedener Moderationen heißt es: „Nach Auffassung politischer Beobachter ist die ,Tagesschau' ein alter Hut und überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Das soll sich ändern. Mit umfangreichen Reformen (...).“

Jetzt steht fest: Die „Tagesschau“ soll optisch aufgefrischt und zeitgemäßer werden. „Sie bedarf der Erneuerung, auch rein technisch, auch mit einer anderen Bildsprache“, sagte NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Lutz Marmor. „Wir werden nicht die Form der Sendung verändern. Sie wird weiterhin nicht moderiert werden.“ Zu genauen Details äußerte sich der Sender bislang nicht.

Im Kern soll die Sendung um die Sprecher wie Linda Zervakis, Judith Rakers oder Jan Hofer gleich bleiben. Wann die ARD erstmals aus dem neuen Studio für „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ in Hamburg senden werde, ist noch unklar. Seit Herbst 2013 läuft ein Probebetrieb. Zuvor hatte es eine Reihe von Problemen gegeben, zuletzt hatten Softwareprobleme den Sendestart verzögert.

Neben der neuen „Tagesschau“ wird die ARD-Führung außerdem weiblicher. WDR-Journalistin Tina Hassel (49) wird am 1. Juni 2015 Nachfolgerin von Ulrich Deppendorf (64), der in Ruhestand geht. Die ARD beschloss zudem, dass der NDR-Intendant Marmor auch 2015 Vorsitzender bleibt, also drei statt wie üblich zwei Jahre amtiert.

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Chefin für fünf Jahre

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