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Argentinien: 49 Tote bei schwerem Zugunglück in Buenos Aires

In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires rammte ein Zug bei der Einfahrt in den Bahnhof ungebremst den Bahnsteig. 49 Tote soll es laut Polizei dabei gegeben haben. Erst am Vortag war die Maschine in der Werkstatt.

Buenos AiresBei einem schweren Zugunglück in Buenos Aires sind am Mittwoch mindestens 550 Menschen verletzt worden. Einem Polizeisprecher zufolge hat es bei dem Unfall 49 Tote gegeben. Etwa 30 Passagiere waren zunächst noch in dem Zug eingekeilt.

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Das Unglück ereignete sich am Morgen um 8.36 Uhr Ortszeit (12.36 Uhr MEZ) im Bahnhof Onze im Westen der Hauptstadt. Der mit 2000 Passagieren vollbesetzte Zug fuhr mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte aus zunächst ungeklärter Ursache den Bahnsteig.

Im ersten und zweiten Waggon seien noch 30 Menschen eingeschlossen, sagte der Chef der Rettungskräfte, Alberto Crescenti, am Vormittag (Ortszeit). Nach Angaben von Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi erlitten viele der Verletzten Brüche, Quetschungen und Schürfwunden sowie schwerere Verletzungen wie Brustkorbprellungen.

Helfer befreien verletzte Insassen aus dem verunglückten Zug. Quelle: dapd
Helfer befreien verletzte Insassen aus dem verunglückten Zug. Quelle: dapd

Der vollbesetzte Zug sei zu schnell in die Station eingefahren und mit 20 Stundenkilometern in den Prellbock am Ende des Bahnsteigs geprallt, sagte der argentinische Verkehrsminister J.P. Schiavi. Dabei wurde der vordere Teil der Lokomotive eingedrückt und die folgenden Waggons zusammengepresst. Einer der Waggons schob sich bis zu sechs Metern in den folgenden.

Ein Angehöriger der Betreibergesellschaft Sarmiento Line sagte Radio Red, „die Maschine hat die Werkstatt gestern verlassen und die Bremsen haben gut funktioniert. Soweit wir wissen, bremste sie ohne Probleme bei den vorigen Stationen. Über die Ursachen möchte ich derzeit nicht spekulieren“. Der Wagenführer sei ins Krankenhaus gebracht worden und könne noch nicht befragt werden.

Unglücke, Unfälle, Katastrophen

Schiavi zufolge gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren.

Am stärksten beschädigt sei der erste Waggon. Überlebende berichteten dem Sender TeleNoticias, dass viele Menschen im Durcheinander aus Metall und Glas verletzt wurden. Fenster seien geplatzt als die Waggondächer vom Rumpf des Zuges abgetrennt wurden. Viele Passagiere, die zwischen den Sitzen standen, seien von der Gewalt des abrupten Halts zu Boden geworfen worden.

„Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar“, berichtete einer der Insassen im Fernsehen. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt und mit der Situation überfordert gewesen. Sanitäter und Feuerwehr waren über Stunden hinweg im Einsatz, um die in den Wrackteilen eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien.

Ein Rettungshubschrauber und Helfer vor dem Bahnhof Once in Buenos Aires. Quelle: dpa
Ein Rettungshubschrauber und Helfer vor dem Bahnhof Once in Buenos Aires. Quelle: dpa

Erst im September hatte es ein schweres Zugunglück im Westen der argentinischen Hauptstadt gegeben, als im morgendlichen Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt. Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen.

  • 22.02.2012, 23:54 UhrAnonymer Benutzer: Gast

    Korrektur: Offenbar soll die vorangestellte Unfallszene NICHT der heutige Unfall sein.

  • 22.02.2012, 23:42 UhrAnonymer Benutzer: Gast

    Ich weiß zwar nicht wie man auf die Geschichte mit dem Prellbock kam, aber diese Bahnhofscam zeigt erst einen Bus, der das Bahngleis quert und vom einfahrenden Zug erfasst wird und durch diesen auf die anderen Seite gedrückt wird, wo ebenfalls ein Zug einfährt.

    auffährthttp://www.youtube.com/watch?v=XKZ3KyjqiNY

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