Asien
1,4 Millionen Menschen fliehen vor Wirbelstürmen

1,4 Millionen Menschen fliehen am Wochenende vor zwei Wirbelstürmen. Die tosenden Winde und Starkregen kosteten mindestens 51 Menschen in Indien und auf den Philippinen das Leben. Und der nächste Taifun naht.
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Neu Delhi/ManilaZwei tropische Wirbelstürme haben am Wochenende in Indien und auf den Philippinen gewütet und mindestens 51 Menschen das Leben gekostet. Zuvor brachten Helfer in der größten Rettungsaktion in der Geschichte Indiens etwa eine Million Menschen vor dem Riesen-Zyklon „Phailin“ in Sicherheit. Auf den Philippinen mussten mehr als 400.000 Menschen wegen des Taifuns „Nari“ ihre Häuser verlassen. Das teilten die Behörden der beiden Länder mit.

Schon vor der Ankunft des Sturms im Norden der Philippinen waren 20 Menschen wegen der starken Regenfälle in den angeschwollenen Flüssen ums Leben gekommen. Am Wochenende starben mindestens 13 Menschen. Viele von ihnen ertranken nach offiziellen Angaben in den Fluten oder wurden durch Stromschläge getötet. An der Ostküste Indiens forderte der Zyklon laut Behörden und Medienberichten mindestens 18 Todesopfer, etwa als umstürzende Bäume auf ihre Häuser fielen oder Mauern den Böen und Wellen nicht standhielten.

Während „Nari“ in Südostasien bis zu 150 Stundenkilometer erreichte, wütete „Phailin“ mit bis zu 200 Stundenkilometern an der Ostküste Indiens. 230.000 Hütten seien teilweise oder ganz zerstört worden, berichtete das Katastrophenmanagement in Indien. Die tosenden Winde und der Starkregen verursachten Überflutungen, Lastwagen wurden umgeworfen und in großflächigen Gebieten fiel der Strom aus. Auf den Philippinen kam es in mehr als 30 Städten zu Überschwemmungen und Stromausfällen, manche Regionen standen zwei Meter tief unter Wasser.

Viele Menschen in Indien hatten im Vorfeld sogar noch höhere Opferzahlen befürchtet. Vor 14 Jahren waren nämlich bei einem sogenannten Super-Zyklon in der selben Region etwa 15.000 Menschen ums Leben gekommen. „Diesmal hatten wir die Situation besser im Griff“, sagte der Parlamentsabgeordnete Jay Panda dem indischen Nachrichtensender CNN-IBN. „Wir wären getötet worden, wenn wir uns nicht in die Schutzunterkünfte geflüchtet hätten“, sagte ein Dorfbewohner dem Nachrichtensender NDTV vor seinem zerstörten Lehmhaus. „Wir haben unser Zuhause verloren, alles im Inneren ist ruiniert. Wir müssen wieder von Null anfangen.“

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Keine Zeit zum Durchatmen auf den Philippinen

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