Asteroid
"Mars attack" im Januar

Im Spielfilm griffen die Marsbewohner die Erde an. Gäbe es sie, müssten sie jetzt selbst um ihr Leben fürchten: Ende Januar könnte unser Nachbarplanet von einem Asteroiden getroffen werden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist höher als zunächst angenommen.

HB HAMBURG/HOUSTON. Die Chancen stünden bei 1 zu 25 (3,9 Prozent), teilte die US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag (Ortszeit) in Houston (US- Bundesstaat Texas) mit. Zuvor hatten Nasa-Experten eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 75 (1,3 Prozent) berechnet.

Der rund 50 Meter große Himmelskörper mit dem Namen „2007 WD5“ könnte am 30. Januar auf den Roten Planeten treffen. Er ist eines von rund 5 000 Objekten in der kosmischen Nachbachschaft der Erde, die Astronomen des Nasa-Projektes für Erdnahe Objekte (NEO) stetig beobachten.

„2007 WD5“ ähnelt in seinen Ausmaßen jenem Asteroiden, der 1908 über Sibirien explodierte und dabei auf einer Fläche von knapp 2 200 Quadratkilometern 80 Millionen Bäume fällte. Da die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist, rechnen die Forscher nicht damit, dass der Asteroid wie bei diesem Einschlag auseinander bricht, sondern prognostizieren, dass er einen knapp einen Kilometer breiten Krater reißt. Je nachdem, wo „2007 WD5“ aufschlägt, könnte die Staubwolke sogar von der Erde aus zu beobachten sein, hieß es weiter.

Der mögliche Zusammenstoß versetzt die Forscher in Hochstimmung. „Normalerweise haben wir mit Wahrscheinlichkeiten eines Einschlages in der Größenordnung eins zu einer Million zu tun“, hatte NEO- Astronom Steve Chesley vor einigen Tagen der „Los Angeles Times“ gesagt. „Schon bei einer Chance von 1 zu 100 sitzen wir aufrecht auf unseren Stühlen.“

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