Attentäter mit Ladehemmung
Blutbad von Aurora hätte noch schlimmer ausfallen können

Neue Erkenntnisse vom Wochenende deuten darauf hin, dass der Schütze von Colorado ein schlimmeres Blutbad geplant hatte und geben Einblick in seine Psyche. Unterdessen ist US-Präsident Obama in Colorado eingetroffen.
  • 3

Aurora, ColoradoDas Blutbad von Colorado, bei dem ein Amokläufer zwölf Menschen in einem Kino tötete, hätte nach neuesten Ermittlungen noch schlimmer ausfallen können. Wie die Zeitung „Washington Post“ berichtete, hatte ein Sturmgewehr des Täters eine Ladehemmung.

Es handele sich dabei um eine halbautomatische Waffe, die 50 bis 60 Schüsse pro Minute abfeuern könne, berichtete das Blatt am Sonntag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Justiz-Informanten.

Der verdächtige James Holmes hatte nach Angaben der Polizei bei seinem Angriff am Freitag zudem ein Jagdgewehr und eine Pistole benutzt.

Außerdem schrieb das Blatt, dass es dem mutmaßlichen Todesschützen nach seinem Amoklauf möglicherweise beinahe gelungen wäre, zu entkommen. Er habe versucht, sich als Polizist einer Sondereinheit in Zivil auszugeben.

Einem Bericht des TV-Senders Fox News vom Sonntag hatte sich Holmes nur Wochen vor der Tat bemüht, einem Waffenclub beizutreten.

Der 24-Jährige sei aber nicht aufgenommen worden, sagte der Besitzer der Clubs Lead Valley Range in Aurora, Glenn Rotkovich. Er habe Holmes zu erreichen versucht, aber nur den Anrufbeantworter mit einer "bizarren und unheimlichen" Nachricht erreicht.

Holmes habe darauf zudem sehr "merkwürdig" gesprochen, sei aber nicht betrunken gewesen, sagte Rotkovich laut Fox News.

In seinem Bewerbungsbogen gab er dem Sender zufolge an, dass er nicht wegen häuslicher Gewalt vorbestraft sei, auch sonst keine Vorstrafen habe oder zu erwarten seien, er keine illegalen Drogen nehme und ihm der Besitz von Waffen nicht verboten sei.

Kommentare zu " Attentäter mit Ladehemmung: Blutbad von Aurora hätte noch schlimmer ausfallen können"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

  • wow. hier gehts nur um opferzahlen oder was? jedes opfer ist eins zuviel. dass es in aurora 12 tote gegeben hat ist natürlich schrecklich. aber rechnet mal aus, wie viele menschen in den usa am tag durch einfache handfeuerwaffen getötet werden. das wird nämlich viel zu nachlässig behandelt. wich wundert auch, wie es sein kann, dass ein 6jähriges kind zur mitternachtsvorstellung eines gewaltverherrlichenden films im kino sein kann und dann getötet wurde. das zeigt auch, wie dämlich die amis sind. wegen eines busenblitzers wird sich total aufgeregt. aber metzelt einer einem im film nieder, können dies auch minderjährige schauen. ist ja nicht so schlimm wie eine frauenbrust, die jedes baby schon mehrmals gesehen, berührt und auch daran gesaugt hat.

  • Obamas Besuch bei den Angehörigen der Opfer ist letztlich okay, auch wenn es seinem Wahlkampf dient.
    Primär müßte nach diesem Vorfall doch geklärt werden, dürfen Sturmgewehre und halbautomatische Waffen, in der Zukunft ohne strengere Auflagen, weiterhin frei verkauft werden.
    Mit einem Revolver oder mit einer Pistole welche frei verkauft werden, gäbe es nicht diese enormen Opferzahlen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%