Auch in Oregon heirateten zahlreiche gleichgeschlechtliche Paare
Homo-Ehe spaltet die Gemüter in den USA

In den USA heiraten immer mehr gleichgeschlechtliche Paare. Nachdem im US-Staat Massachusetts Lesben und Schwule Anfang Februar vor dem obersten Gerichtshof des Bundesstaates eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehen erreicht hatten, pochten auch in Kalifornien, New York und New Mexico Homosexuelle auf das Recht zur Eheschließung.

HB SAN FRANCISCO. Am Mittwoch holten sich knapp 300 gleichgeschlechtliche Paare in Portland ihre Heiratszertifikate ab. Nun wollen der Gouverneur und der Justizminister Oregons die Rechtmäßigkeit dieser Ehen prüfen. In Oregon sowie neun anderen Staaten der USA sind die "Same-Sex"-Trauungen nicht ausdrücklich durch das Gesetz verboten. Der grüne Politiker Jason West muss sich unterdessen in New Paltz im Staate New York vor Gericht verantworten. Er hatte in der vergangenen Woche 19 schwulen und lesbischen Paaren Trauscheine ausgehändigt. Der Bürgermeister der Kleinstadt plädierte auf "nicht schuldig", während der Justizminister des Staates am Mittwoch befand, dass die umstrittenen Ehen nicht legal seien. West will ungeachtet der Klage weitere Paare trauen.

Auch in Nyack, rund 40 Kilometer nördlich von Manhattan, will der Bürgermeister ab Donnerstag Ehe-Zertifikate aushändigen. Andere Städte wollen folgen. In San Francisco haben die Gerichte die Homo-Ehen trotz mehrerer Klagen noch nicht untersagt. Dort schlossen seit dem 12. Februar über 3400 gleichgeschlechtliche Paare den Bund fürs Leben.

Politiker in Washington fordern einen Verfassungszusatz, der die umstrittenen Eheschließungen zwischen Lesbierinnen und Homosexuellen verbieten soll. Der republikanische Senator Bill Frist warf der Westküstenstadt San Francisco vor, ein „Lauffeuer“ entfacht zu haben. Er befürchtet weitere Trauungen in allen Staaten der USA. „Wir müssen dagegen vorgehen“, sagte Frist bei einer Anhörung in Washington. Er steht auf der Seite des konservativen Präsidenten George W. Bush. Dieser hatte bereits wiederholt für ein klares Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen plädiert. Sein Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl, John F. Kerry kündigte hingegen an, im Falle eines Wahlsieges die Diskriminierung der Homosexuellen abzuschaffen.

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