Auch zwei neue Bootsklassen dabei
Boote starten bei Kieler Woche heute planmäßig

Nach zwei Tagen der Flaute nahm das Wettkampf-Segeln in den internationalen Klassen heute Fahrt auf. Alle Boote waren pünktlich auf der Außenförde und erwarteten mit Spannung den ersten Startschuss des dritten Renntags.

HB KIEL. Nachdem am Samstag und Sonntag gerade einmal fünf von ursprünglich 75 geplanten Wettfahrten absolviert werden konnten, standen bis zum heutigen Abend vier Rennen pro Klasse auf dem Programm.

Am Sonntag hatten lediglich die Folkeboote und die Klasse J-24 je einmal die Ziellinie erreicht. Bei den Folkebooten siegte die dänische Crew um Hans Henriksen, die sich vor dem zweitplatzierten Team des Hamburgers Jürgen Breitenbach durchsetzen konnte. In der J-24-Klasse gewann die schwedische Crew von Peter Rosenqvist vor der Mannschaft des Hamburgers Peer Kock. Bis zum morgigen Abschluss des internationalen Teils haben die Meteorologen stetig auffrischende Winde vorhergesagt. Regatta-Chef Jobst Richter ist zuversichtlich: "Niemand muss sich Sorgen machen, wir werden in allen Klassen Kieler-Woche-Sieger küren."

Mehr aus Freude am Segelsport als mit Siegambitionen geht einer der prominentesten Teilnehmer der diesjährigen Kieler Woche an den Start: Hasso Plattner, Gründer und Miteigentümer des Software-Unternehmens SAP, hofft im 505er auf eine Top-30-Platzierung - vor allem aber auf "viel Spaß". Extra für die Kieler Woche hat der 61-Jährige ein Trainingslager mit den mehrmaligen Welt- und Europameistern Wolfgang Hunger und Holger Jeß absolviert, die der gebürtige Berliner zu diesem Zweck auf die Bermudas einlud. "Wir haben täglich vier bis fünf Stunden trainiert", verrät Plattner. Was es gebracht hat, wird morgen das Endergebnis bei den 505ern zeigen.

Zwei Bootsklassen feiern in diesem Jahr Premiere im internationalen Teil der Kieler Woche. Neu dabei ist das Nachwuchsskiff 29er, das zunächst in die Rotationsklasse aufgenommen wurde, jedoch gute Chancen hat, dauerhaft im Programm vertreten zu sein. Bei auffrischenden Winden konnte man sich heute schon mal ein Bild davon machen, was die Zweihand-Jolle sportlich hergibt. Mit einer Länge von 4,45 m bei einer Breite von 1,77 m und einer Gesamtsegelfläche von 28,5 Quadratmeter sind im 29er hohe Geschwindigkeiten garantiert.

Daneben bringt die Beneteau 25 frischen Wind in die Wettkämpfe. Das Regattaboot aus der gleichnamigen französischen Werft ist eine Einheitsklasse. Alle gegeneinander segelnden Schiffe sind absolut baugleich: 7,30 m lang, 2,54 m breit, 29 Quadratmeter Segelfläche. Da nicht Material, sondern sportliches Können und Taktik einer Mannschaft über Sieg oder Niederlage entscheiden, ist für Spannung gesorgt. Aus dem Programm gestrichen wurden dafür die Kielzugvögel als letzte nationale Klasse sowie das Kitesurfen.

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