Auf dem Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle
Mehrere Tote nach Einsturz einer Passagierbrücke

Auf dem Pariser Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle sind nach ersten Meldungen mindestens sechs Menschen beim Einsturz einer Passagierbrücke ums Leben gekommen. Vom Dach des erst vor elf Monaten eröffneten Terminals 2E brachen nach Angaben der Feuerwehr Betonteile ab uns stürzten auf die Laufbrücke.

HB PARIS. Die Gangway habe unter der Last nachgegeben und sei auf darunter geparkte Autos gestürzt. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Das Terminal wurde evakuiert; mehrere Flüge wurden zum zweiten Pariser Großflughafen Orly umgeleitet.

Unter den Verletzten befänden sich auch eine Frau aus China und eine von der Elfenbeinküste, erklärte die Präfektur. Auch drei Polizisten seien durch Glassplitter verletzt worden. Sie hätten Risse in der Mauer bemerkt und die Stelle absichern wollen, als das Unglück passierte. Zunächst war berichtet worden, die Polizisten seien unter den Toten. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich Passagiere auf dem Weg nach Prag sowie von Newark (USA) und Johannesburg (Südafrika) in dem Gebäude.

Die Feuerwehr setzte 200 Mann ein und löste die höchste Alarmstufe rot für die Rettungskräfte aus, zu denen auch Soldaten und Polizisten zählten. Dabei würden Mittel bereitgestellt, die eine Behandlung von Verletzten vor Ort wie im Krankenhaus ermögliche, hieß es. Bei der Suche nach Opfern würden auch Spürhunde eingesetzt

.

Das 750 Millionen Euro teure Terminal 2E war erst am 25. Juni 2003 eröffnet worden und ist bereits für den Super-Airbus A380 mit 555 Plätzen ausgelegt. Die Gewerkschaften hatten damals den Arbeitsdruck beim Bau kritisiert und die Eröffnung war um eine Woche verschoben worden, weil die Prüfer zum ursprünglichen Termin die nötigen Sicherheitszertifikate verweigerten. Das Terminal wird von Air France und Partnern der französischen Fluggesellschaft genutzt. Air-France- Flüge nach Deutschland werden über das ältere Nachbarterminal 2D abgefertigt.

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