Auf dem Weg in die Freiheit
Verirrter Elch aus Bürogebäude befreit worden

Seit Tagen ist ein junger Elchbulle in Dresden unterwegs: In einem Garten, auf der Autobahn, in der Elbe. Schließlich flüchtete er in ein Bürogebäude – die Polizei befreite ihn, nun wird er zurück in die Wälder gebracht.
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DresdenEin verirrter Elch ist nach seinem Ausflug in ein Dresdner Bürogebäude wieder auf dem Weg in die Freiheit. „Er wurde in einen Container verladen und wird nun in die Wälder Ostsachsens gebracht“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa. An einem ungenannten Ort soll das etwa zwei bis drei Jahre alte Tier ausgesetzt werden.

Für den Transport wurde es mit mehreren Schüssen aus einem Betäubungsgewehr narkotisiert. „Die Betäubung verlief problemlos, dem Tier geht es gut“, sagte der Sprecher. Der Elchbulle hatte sich am Montag auf der Flucht vor Polizei und Schaulustigen in das Verwaltungsgebäude eines Konzerns in Dresden verirrt.

Das Tier brach auf seiner Flucht vor Menschen durch die Tür des verglasten Bürogebäudes und strandete in der Eingangshalle. „Das ist ein Zeichen von Panik, er weiß nicht mehr, wohin“, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst der Nachrichtenagentur dpa.

Der Vierbeiner, der am Freitag erstmals im nahen Radebeul gesehen worden war, graste zuvor unweit des Industriegeländes in der Flutrinne. Als Polizei und Schaulustige anrückten, nahm er Reißaus. Mehrere Stunden lang stand er, von der Feuerwehr eingesperrt, neben der kaputten Tür eingeklemmt zwischen Glasscheiben und Wand – und schaute hinaus.

„Wie in einem Schaufenster“, sagte ein Zuschauer. Das Spektakel hatte einen Auflauf Neugieriger verursacht. Das Gelände vor dem Haus war abgesperrt. Aus den oberen Etagen verfolgten Angestellte die skurrile Szenerie.

Nach Angaben des Sachsenforst-Sprechers kommt es immer mal wieder vor, dass Jung-Elche aus Polen auf Wanderschaft über die alten Elchpässe bis Dresden gelangen. Sie müssen ihre Heimat verlassen, wenn die Alt-Elche wieder Nachwuchs bekommen und sich Familienverbände neu sortieren.

Die meisten bleiben in Polen. Der letzte Auftritt eines Elchbullen in Sachsen liegt Jahre zurück. „Der verschwand irgendwo bei Altenberg“, sagte der Sprecher.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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