Auf der Reeperbahn
Hamburg ganz nostalgisch

Wenn der blonde Hans Albers zum Akkordeon greift, dann lebt ein Hamburg auf, das es heute längst nicht mehr gibt. Ein Hamburg, bei dem die Reeperbahn wirklich noch das Vergnügungsviertel der Seeleute war und ein Kiez, in dem fast jeder jeden kannte – auch nachts um halb eins. Wenn der Kosmos-Verlag nun nachts um halb zwei auf die Reeperbahn bittet, dann will er genau diese Zeiten wachrufen, als der Kommerz auf der Amüsiermeile noch Familiengeschäft war.

DÜSSELDORF. Versetzen wir uns also wieder in die gute alte Zeit, in der die Lokale rund um die Große Freiheit noch mit Hilfe von roter Lola und blondem Hans versuchen, sich gegenseitig die Gäste wegzujagen. Nehmen wir an, wir befinden uns am Rande der Reeperbahn direkt zwischen zwei der einschlägigen Etablissements. Die zwei Lokale liegen sich gegenüber, über die Straße schlendern als potenzielle Top-Kunden Schampus-Charlie und Brilli-Lilli – letztere bewacht von ihren Bodyguards.

Mit Hilfe unserer Karten bewegen wir nun wahlweise Brilli-Lilli, die Bodyguards oder auch die Stars der Amüsiermeile, die rote Lola und den blonden Hans, zwischen den Lokalen hin und her. Die Aufgabe unserer Stars ist es natürlich, die Kunden in das jeweilige Lokal zu locken.

Wer es schafft, Brilli-Lilli oder Schampus-Charlie in sein Lokal zu manövrieren, gewinnt. Doch die beiden haben Entscheidungsschwierigkeiten. Schampus Charlie bewegt sich langsam torkelnd immer auf das Lokal mit den meisten Gästen zu. Brilli-Lilli wiederum bleibt immer schön zwischen ihren Bodyguards. Können wir die nicht überzeugen, haben wir keine Chance.

Konkret funktioniert das Ganze mit Handkarten. Wir spielen jeweils verschiedene Kartenkombinationen aus, mit denen wir die einzelnen Figuren über das Spielfeld bewegen können. Wichtig für den späteren Sieg ist es, unsere Handkarten geschickt zu kombinieren, bestimmte Kombinationen als Sicherheit auf der Hand zu behalten und so das gesamte Feld von Reeperbahn-Stars und Kunden konsequent in Richtung unseres Lokas zu bewegen.

Strategisches Geschick ist die eine Sache, natürlich muss uns aber auch das Kartenglück hold sein. „Auf der Reeperbahn nachts um halb zwei“ ist letztlich eben primär ein launiges Kartenspiel, das stark vom Glück abhängt. Das führt auch zum größten Kritikpunkt: Unbefangen gespielt plätschert es einfach so vor sich hin und führt ganz plötzlich - Tusch - zum Sieg.

Spannend wird es jedoch, wenn wir ein paar Runden hinter uns haben und die Karten strategischer einsetzen können – schließlich sind mehrere Karten mit Sonderfunktionen ausgestattet, die es uns erlauben, mit wenigen Zügen den großen Durchmarsch zu starten.

Auf der Reeperbahn nachts um halb zweiKosmos

2 Spieler ab 12 Jahren
ca. 30 min
ca. 13 Euro

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