Aufschub hatte er selbst abgelehnt
Ex-Prediger wurde hingerichtet

Der ehemalige amerikanische Prediger Paul Hill zeigte bis zuletzt kein Bedauern. Er wurde gestern Nacht wegen Mordes an einem Abtreibungsarzt hingerichtet.

HB WASHINGTON. Hill wurde nach Medienberichten um 18 Uhr Ortszeit (24. Uhr Uhr MESZ) im Staatsgefängnis von Florida mit einer Giftspritze getötet. Hill hatte 1994 in Pensacola einen Abtreibungsarzt und dessen Leibwächter erschossen. Bei einem Gespräch mit Reporten hatte Hill noch einem Tag vor der Hinrichtung kein Bedauer über seine Tat geäußert: „Wenn ich es nicht getan hätte, könnte ich mich im Spiegel nicht ansehen“.

Hill hatte sich kurz vor seiner Hinrichtung noch von seiner Familie verabschiedet und sein letztes Mahl eingenommen. Einen Aufschub der Hinrichtung hatte er selbst abgelehnt. Der Vater von drei Kindern hatte dem Arzt, John Britton, und seinem Begleiter James Barrett 1994 vor einer Abtreibungsklinik in Pensacola in Florida aufgelauert. Er erschoss den Arzt und den Leibwächter.

Befürworter des Rechts auf Abtreibung hatten sich gegen eine Hinrichtung ausgesprochen. Sie befürchten, dass Abtreibungsgegner Hill zum Märtyrer hochstilisieren. Nach einem Bericht der Zeitung „Christian Science Monitor“ hatte sich die Stieftochter des getöteten Arztes noch beim Gouverneur von Florida, dem Präsidentenbruder Jeb Bush, für eine Begnadigung eingesetzt.

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