Augsburg

Haftstrafe im Gammelfleisch-Prozess

Im Augsburger Ekelfleisch-Prozess ist der Hauptangeklagte verurteilt worden. Er soll altes Fleisch umetikettiert und verkauft haben. Nach einem Gewerbeverbot hatte er das Geschäft über eine Strohfrau weitergeführt.  
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Die Anwältin Juliane Kirchner und ihr Kollege Florian Ufer sitzen im Landgericht in Augsburg hinter dem Angeklagten. Quelle: dpa

Die Anwältin Juliane Kirchner und ihr Kollege Florian Ufer sitzen im Landgericht in Augsburg hinter dem Angeklagten.

(Foto: dpa)

AugsburgDer Hauptangeklagte im Augsburger Ekelfleisch-Prozess ist am Mittwoch wegen gewerbsmäßigen Betruges zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Fleischfabrikant hatte in 22 Fällen Fleisch umetikettiert und mit Hilfe zweier Geschäftspartner vor allem an Berliner Dönerbuden verkauft.

Auch nach einem gegen ihn verhängten Gewerbeverbot handelte er über eine Strohfrau weiter mit Fleisch. „Dieses Nachtat-Verbot ist als besonders gravierend zu sehen und es bringt zum Ausdruck, wie wenig der Angeklagte sich von dem Verfahren gegen ihn beeindrucken ließ“, sagte der Vorsitzende Richter.

Laut Urteil hatte der Fleischfabrikant aus dem schwäbischen Wertingen insgesamt 130 Tonnen Fleisch umetikettiert und mit Hilfe seiner Geschäftspartner verkauft. Das Verfahren gegen ihn war im Mai ausgesetzt und abgetrennt worden, weil er einen leichten Herzinfarkt erlitten hatte. Seine Mitangeklagten wurden zwischenzeitlich zu Bewährungsstrafen verurteilt.

  • dpa
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