Auslieferung in die USA könnte Schach-Großmeister erspart bleiben
Bobby Fischer wird Isländer

Das isländische Parlament hat dem ehemaligen Schachweltmeister Bobby Fischer am Montag die Staatsbürgerschaft gewährt, was ihm eine Auslieferung in die USA ersparen könnte.

HB REYKJAVIK. Das isländische Parlament habe einstimmig für die Erteilung der Staatsbürgeschaft an Fischer votiert, sagte Parlamentarier Bjarni Benediktsson. Die Entscheidung könne in den nächsten Tagen in Kraft treten. Fischer ist zurzeit in Japan in Haft. Dem 62-Jährigen droht die Auslieferung in die USA, wo er wegen Verstoßes gegen die Jugoslawien-Sanktionen mit Haftbefehl gesucht wird. Fischer wurde im Juli in Tokio festgenommen, weil sein US-Reisepass ungültig war.

Schach-Fans in Island hatten sich bei ihrer Regierung für eine isländische Staatsbürgerschaft für ihr Idol eingesetzt. Fischer will in Island eine Japanerin heiraten, die Vorsitzende des isländischen Schachverbandes ist. Fischer hatte in Island während des Kalten Kriegs 1972 die Weltmeisterschaft im Schach gegen den sowjetischen Meister Boris Spasski gewonnen.

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