Ausnahmezustand
Australien von Bränden und Überschwemmungen geplagt

Im Osten Australiens drohen Überschwemmungen, im Westen zerstören Buschbrände Häuser und Felder. Die Feuerwehr rief Einwohner im „Weizengürtel“ Westaustraliens zur Flucht vor den Flammen auf. Viele sind bereits von den Flammen vertrieben worden.
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HB SYDNEY. Die Buschbrände zerstörten fast 40 Häuser und trieben hunderte Bewohner in die Flucht. Drei Feuerwehrleute erlitten bei Löscharbeiten Verletzungen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Betroffen von dem Flammenmeer ist eine Farmregion nördlich von Perth.

Die Ortschaft Toodyay, rund 80 Kilometer nordöstlich von Perth, wurde evakuiert, und die Gemeinde Badgingarra weiter im Norden war akut bedroht. Bei den beiden Bränden gingen rund 13 400 Hektar Busch- und Farmland in Flammen auf. Die Regierung von Westaustralien rief den Katastrophenzustand aus. Eine leichte Abkühlung am Mittwoch ermöglichte es den Feuerwehrleuten, die Brände einzudämmen.

In Australien ist derzeit Sommer, die hohen Temperaturen begünstigen die Buschbrände. Im Februar kosteten die schwersten Buschbrände in der Geschichte des Landes im Staat Victoria 173 Menschen das Leben und zerstörten an einem einzigen Tag mehr als 2 000 Wohnhäuser.

Im normalerweise von Dürre geplagten Osten mussten die Behörden die Einwohner dagegen auf Hochwasser und Überschwemmungen vorbereiten. „Wenn es weiter so regnet, könnten 1 500 Menschen im oberen Bereich des Bellinger-Tals von der Außenwelt abgeschnitten werden“, sagte der Sprecher der Notrufzentrale im Bundesstaat New South Wales, Phil Campbell. Er organisierte Hubschrauber und Freiwillige mit Booten, um die Eingeschlossenen mit dem Nötigsten versorgen zu können. In einigen Regionen, die seit mehr als zehn Jahren unter Dürre leiden, regnet es seit Weihnachten so heftig, dass der Dezember nasser war als jeder andere seit 107 Jahren.

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