Außenminister Charrasi: Tour durch diese Gegend war unverantwortlich
Westliche Touristen bei Fahrradtour im Iran entführt

Drei westliche Touristen und ihr iranischer Fremdenführer sind im Iran entführt worden. Die Entführer in der iranischen Südostprovinz Sistan-Belutschistan fordern fünf Millionen Euro Lösegeld.

HB TEHERAN. Die iranische Polizei hat noch keine Spur von den im Südosten Irans entführten Fahrradtouristen. Der Generaldirektor des Gouverneursamts der Grenzprovinz Sistan-Belutschistan, Gholam- Resa Dschawdani, bestätigte dem Nachrichtenservice Kar am Dienstag lediglich, dass es sich bei den Entführern um Drogenschmuggler handele. Sie verlangten für die Freilassung der beiden deutschen und des irischen Touristen sowie von deren Fremdenführer fünf Millionen Euro.

Die iranischen Behörden hätten in den vergangenen acht Monaten 40 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Nach seiner Meinung wollen die Schmuggler jetzt den Schaden kompensieren. Der Geiselnehmer hatte sich laut der Studenten-Nachrichtenagentur ISNA mit dem Namen „Schiruk“ vorgestellt und sei Mitglied einer der Banditenbanden in der Provinz. Das Auswärtige Amt in Berlin richtete einen Krisenstab ein.

Der iranische Außenminister Kamal Charrasi bestätigte am Dienstag die Entführung der drei Touristen. In einem Interview des Nachrichtensenders Chabar bezeichnete Charrasi die Fahrradtour der drei Ausländer in der gefährlichen Gegend ohne Abstimmung mit der örtlichen Polizei als „unverantwortlich“. Polizei und Sicherheitskräfte seien im Einsatz, um den Fall so schnell wie möglich zu klären.

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Westliche Touristen bei Fahrradtour im Iran entführt

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