Australiens Premier verlegen
Bush tritt mit vermeintlichen Witzen ins Fettnäpfchen

US-Präsident George W. Bush hat am Dienstag beim Bemühen um Lockerheit und Witz mehrmals in ein Fettnäpfchen getreten und seinen hohen Gast damit in Verlegenheit gebracht.

HB WASHINGTON. Bush wollte zu seinem Gast, dem australischen Ministerpräsidenten John Howard, besonders herzlich und verbindlich sein - und brachte ihn vor laufenden Fernsehkameras in sichtlich große Verlegenheit.

„Er ist vielleicht nicht der Schönste in der Gegend“, meinte Bush am Dienstag im Weißen Haus in seinen Ausführungen über sein besonders gutes persönliches Verhältnis zu Howard. Sein Gast lächelt etwas verkrampft im grellen Scheinwerferlicht.

Bush war nach seinem Gespräch mit Howard vor der Presse sichtlich um Lockerheit und Witz bemüht, mit allerdings fragwürdigem Ergebnis. Er würdigte ihn als verlässlichen, engen Partner und sagte dann: „Wenn jemand fragt ob wir denn gar keine Differenzen hätten... sage ich „Ja, er hat keine Haare mehr'“. Bush hatte das kurze Pressetreffen mit den launischen Worten eingeleitet: „Ich werde ihn heute Abend hier füttern... Zuvor, werde ich ihn an euch verfüttern.“

Als enger Verbündeter der USA hat Australien auch Truppen im Irak und Afghanistan. Bush hob den australischen Beitrag im Kampf gegen den Terrorismus und den Einsatz für die Ausbreitung der Demokratie in der Welt hervor. Australien erinnere ihn mehr an Texas als jedes andere Land, sagte Bush. „Und das ist ein Kompliment.“

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