Auswärtiges Amt
Reisewarnung für Syrien

Das Auswärtige Amt hat auf die Unruhen in Syrien reagiert und eine Reisewarnung ausgesprochen. Deutschen Staatsbürgern, die sich derzeit noch in Syrien aufhalten, wird dringend die sofortige Ausreise empfohlen.
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BerlinDas Auswärtige Amt hat vor Reisen nach Syrien gewarnt. Deutschen in dem von Unruhen erschütterten Land werde dringend die sofortige Ausreise empfohlen, solange dies mit kommerziellen Flügen noch möglich und sicher sei, erklärte das Auswärtige Amt am Freitag. Mit der Reisewarnung verschärfte es seine Reise- und Sicherheitshinweise für Syrien. Reisewarnungen gibt das Außenministerium selten und nur dann heraus, wenn aufgrund einer akuten Gefahr für Leib und Leben vor Reisen in ein Land oder eine Region gewarnt werden muss.

Reisende, die sich dennoch in Syrien aufhalten, sollten Menschenansammlungen und Demonstrationen meiden, diese keinesfalls fotografieren und besondere Vorsicht walten lassen, riet das Auswärtige Amt. Zudem sollten nächtliche Überlandfahrten auf das Notwendige begrenzt werden.

In Syrien sei es in jüngster Zeit in vielen Orten landesweit zu Demonstrationen und zum Teil auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen, erklärte das Auswärtige Amt. Die Kundgebungen fänden vor allem nach den Freitagsgebeten in der Nähe von Moscheen und an zentralen Plätzen statt, zunehmend aber auch an anderen Tagen. Ob und wo es zu Gewalt komme, sei schwer vorherzusagen.

Am Freitag waren in dem bislang größten Protestmarsch gegen Präsident Baschir al-Assad rund 10.000 Menschen in der Hauptstadt Damaskus auf die Straße gegangen. Die Demonstranten bekundeten auch ihre Solidarität mit den Bewohnern in der weitgehend abgeriegelten Stadt Deraa, die als Hochburg der Protestbewegung gilt. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen die Teilnehmer der Kundgebung ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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