Autobahn Essen-Düsseldorf
Bruchlandung auf A52 wegen Geldmangel

Es waren schlicht Schludrigkeit und Sorglosigkeit des Piloten, die Ende November zur spektakulären Bruchlandung eines Kleinflugzeugs auf der Autobahn 52 Düsseldorf-Essen führte: Der Mann stellte beim Auftanken in Berlin fest, dass er nicht genug Geld hatte, flog aber trotzdem ab gen Westen.

HB ESSEN. Die Flugunfall-Untersuchungsstelle beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig teilte am Dienstag mit, der 46-jährige Pilot der Propellermaschine habe beim Auftanken festgestellt, dass er seine Kreditkarte vergessen hatte und deshalb nur für den Wert seines verbliebenen Bargelds getankt. „Er hat sein Geld zusammengekratzt, aber ganz offenbar hat es nicht gereicht“, sagte Unfall-Ermittler Klaus Büttner von der Flugunfalluntersuchungsstelle. Dies sei auf jeden Fall ein bußgeldpflichtiger Tatbestand. Ob das nachlässige Auftanken auch strafrechtlich relevant ist, ermittelt derzeit die Essener Staatsanwaltschaft.

Die zweimotorige Propellermaschine hatte kurz vor Erreichen des Flughafens Essen-Mülheim auf der voll befahrenen Autobahn aufgesetzt und war zerbrochen. Das Flugzeug war dabei direkt auf der Motorhaube eines Autos gelandet und hatte sich mit dem Wagen verkeilt. Vor der Bruchlandung hatte das Flugzeug Aufbauten einer Brücke gestreift. Zwei Menschen wurden schwer und fünf weitere leicht verletzt. Die Autobahn war nach dem Unglück fast acht Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Der Sachschaden belief sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 350 000 Euro.

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