Autobahn gesperrt
Feuerwehr stoppt Löscharbeiten in britischem Treibstofflager

Furcht vor weiteren Explosionen hat die britische Feuerwehr veranlasst, die Löscharbeiten in dem in Flammen stehenden Treibstofflager bei London zu unterbrechen.

HB HEMEL HEMPSTEAD. Bis zum späten Nachmittag seien zwölf der 20 brennenden Öltanks gelöscht worden, teilte die Feuerwehr am Montag mit. Doch seien die Arbeiten vorläufig eingestellt worden, da ein Tank möglicherweise besonders leicht entflammbaren Treibstoff enthalten und damit die Gefahr neuer Explosionen bestehen könnte.

Auch die nahe gelegene Autobahn M1 wurde gesperrt. „Wir haben unsere Feuerwehrleute zurückgezogen“, sagte der Leiter der Löschkräfte, Roy Wilsher. „Ich möchte eine menschliche Tragödie neben der Umwelt-Tragödie, die wir bereits haben, vermeiden.“ Es handelt sich um einen der größten Brände auf einem Industriegelände in Europa.

Das Großfeuer war am frühen Sonntagmorgen durch mehrere Explosionen ausgelöst worden. 43 Menschen wurden verletzt. Die Polizei vermutet einen Unfall als Unglücksursache. Erst einen Tag nach Ausbruch des Brandes war es der Feuerwehr gelungen, mit den eigentlichen Löscharbeiten zu beginnen. Noch bis zum Montagmorgen hinderte die enorme Hitze die Feuerwehrleute daran, sich den Flammen überhaupt zu nähern. Entgegen ersten Befürchtungen gab es keine Hinweise darauf, dass von der riesigen Rauchwolke eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Über das Lager Buncefield werden Benzin und andere Treibstoffe für einen großen Teil von Südost-England verteilt. Es liegt in der Nähe des Ortes Hemel Hempstead. Betrieben wird es von den Ölkonzernen Total und Texaco.

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