Autonomen-Krawalle
Kopenhagen durchlebt neue Nacht der Gewalt

Sechs Monate nach den Jugendkrawallen in Kopenhagen sind bei einer gewaltsamen Demonstration in der Nacht zum Sonntag mindestens 63 Personen festgenommen worden. Die Anhänger der anarchistischen Szene setzten im Stadtteil Norrebro Autos und Barrikaden in Brand und warfen Schaufenster ein.

HB KOPENHAGEN. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, am Morgen beruhigte sich die Lage. Ein Beamter erlitte leichte Verletzungen, als ein Tränengas-Behälter versehentlich in einem Streifenwagen explodierte, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Zu Kritik von Anwohnern, die Sicherheitskräfte hätten sehr spät eingegriffen, sagte ein Polizeisprecher: „Wir können nicht dauernd in Bereitschaft sein, weil ein paar Idioten auf Krawall aus sein könnten.“

Der Protestmarsch erinnerte an die Räumung eines autonomen Jugendzentrums im März, die von tagelangen Ausschreitungen begleitet war. Am Nachmittag hatten überwiegend junge Leute friedlich gegen die Zwangsräumung und den Abriss des selbstverwalteten Jugendzentrums vor genau einem halben Jahr protestiert. Nach der Räumung des „Ungdomshuset“ („Jugendhaus“) durch eine Antiterroreinheit Anfang März hatte es mehrere Nächte hintereinander Krawalle mit zahlreichen Festnahmen und Verletzten gegeben.

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