Azteken
Archäologen entdecken Montezumas Palast

Archäologen haben Reste eines Palastes entdeckt, in dem der Azteken-Herrscher Montezuma residierte. Die Überreste mitten in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gehören zu einem Gebäudeteil, in dem der Herrscher über die Ankunft der Spanier meditierte.

ap MEXIKO-STADT. Mexikanische Archäologen haben mitten in der Hauptstadt Mexiko-Stadt die Reste eines Azteken-Palastes entdeckt, der einmal vom Herrscher Montezuma II. bewohnt wurde. Bei Renovierungsarbeiten an einem Gebäude aus der Kolonialzeit, dem heutigen Kulturmuseum, wurden Reste einer Mauer und der Basaltboden eines Raumes ausgegraben, in dem Montezuma vermutlich meditierte, erklärte die Archäologin Elsa Hernandez.

Der Palast Montezumas bestand aus fünf miteinander verbundenen Häusern, zu denen auch die Wohnungen für seine Kinder und Frauen gehörten und sogar ein kleines Tiergehege gehörten. Die aztekischen Bauten wurden von den spanischen Eroberern zerstört, die auf den Ruinen ihre eigenen Häuser erbauten. Die Archäologen hätten den Palast in etwa an der Stelle vermutet, an der er jetzt gefunden worden sei, sagte Hernandez. Der Fund sei „ein weiteres Teil eines Puzzles, von dem wir noch mehrere zu finden hoffen“, erklärte sie. Die Ausgrabungen sollten an anderen Stellen in der Nähe fortgesetzt werden.

Der Basaltboden gehörte vermutlich zur sogenannten Casa Denegrida, dem Schwarzen Haus, das von den Spaniern als fensterloser Raum beschrieben wurde, der schwarz angestrichen war, sagte Hernandez. Der Herrscher soll dort über Visionen der Seher und Schamanen nachgedacht haben. Sein Glaube an diese Vorhersagen könnte mit zum Sturz seines Reiches beigetragen haben, da er die Spanier zuerst für göttliche Wesen hielt. Montezuma II. starb 1521 in der Gefangenschaft der spanischen Eroberer unter Hernán Cortés.

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