Baby-Rekord auf Helgoland Kegelrobben vermehren sich prächtig

Noch in den 1970er-Jahren galt die Kegelrobbe in Deutschland als nahezu ausgerottet. Auch heute noch wird sie streng geschützt. Nun scheinen die Raubtiere einen Rückzugsort auf Helgoland gefunden zu haben.
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Die Zahl der Kegelrobbengeburten auf der Insel stieg in dieser Saison auf bislang 426 Jungtiere. Quelle: dpa
Düne vor Helgoland

Die Zahl der Kegelrobbengeburten auf der Insel stieg in dieser Saison auf bislang 426 Jungtiere.

(Foto: dpa)

Helgoland Helgolands Kegelrobben vermehren sich prächtig. Die Zahl der Geburten der streng geschützten Raubtiere auf der Nordseeinsel stieg in dieser Saison auf bislang 426 Jungtiere. Damit war die Wurfsaison 2017/18 die erfolgreichste seit Aufzeichnung der Bestände, sagte Seehundjäger Rolf Blädel.

Im vergangenen Winter wurden nach Angaben der Naturschutzgesellschaft „Schutzstation Wattenmeer“ 350 Robbenbabys auf der Düne vor Helgoland gezählt. Die Kegelrobbe kann in Einzelfällen noch bis Ende Februar Nachwuchs bekommen. Noch in den 1970er-Jahren galt die Kegelrobbe in Deutschland als nahezu ausgerottet.

Die meisten Tiere haben sich auf dem Nordstrand der Düne gesammelt. Für Robben-Verhältnisse liegen sie dort „sehr dicht gedrängt“, sagt Volker Redeker von der Naturschutzgesellschaft Verein Jordsand: Ungefähr alle 20 Meter eine Mutter mit ihrem Jungtier, dazwischen die Bullen, die ihren Harem bewachen. Auf Helgoland umfasst ein Harem in der Regel sechs bis sieben Weibchen.

Giftige Kobras, süße Hunde, gefährliche Kühe
Galapagos' Artenvielfalt - Lonesome George
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Einbalsamiert

Rund zwei Jahre nach ihrem Tod wird die vermutlich mehr als 100 Jahre alt gewordene Riesenschildkröte „Lonesome George“ – auf dem Foto noch zu Lebzeiten – einbalsamiert in New York präsentiert. Die Präparation des Körpers des „einsamen Georges“ sei abgeschlossen, teilte das American Museum of Natural History mit. Das Tier sei nun so zu sehen, „wie es im Leben ausgesehen hat, mit einer Position, die verdeutlicht, welche Größe George erreichen konnte, wenn er seinen Hals und seine Beine ausgestreckt hat“. Ab dem 18. September soll das Exponat rund drei Monate lang in dem New Yorker Naturkundemuseum zu sehen sein und danach in sein Heimatland Ecuador zurückkehren.

Weisse Kobra
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Schlangenalarm

Versetzte die Bewohner im kalifornischen Thousand Oaks tagelang in Schrecken: eine weiße Monokelkobra. Sie hatte einen Hund angegriffen. Über ihren Eigentümer ist nichts bekannt. Mitarbeiter gingen in Straßen und Gärten auf Jagd. Wie der Zoo von San Diego mitteilte, fand die Monokelkobra dort einen neuen Platz. Auch in Made nahe dem niederländischen Breda löste eine am Donnerstag ausgebüxte hochgiftige Kapkobra Schlangenalarm aus. Am Samstag konnte das Reptil von seinem Besitzer wieder eingefangen werden.

Schiege
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Die „Schiege“

Seltenes Mischwesen aus Schaf und Ziege: Nahe Göttingen lebt ein sechs Monate altes Tier, das nachweislich eine „Schiege“ sei, sagt Christoph Knorr von der Universität Göttingen. Eine solche Kreuzung sei extrem selten. Schafe und Ziegen gehören zur gleichen Unterfamilie der Ziegenartigen. Sie haben aber einen unterschiedlichen Chromosomensatz. Während Ziegen 60 Chromosomen besitzen, sind es bei Schafen nur 54. Das macht Kreuzungen ausgesprochen schwierig. Göttinger Forscher wollen die weitere Entwicklung der Schiege wissenschaftlich begleiten.

Mopsrennen
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Schnell außer Atem

Hundebier mit Fleischgeschmack, eine 50-Meter-Strecke und Masseure für Mops Tyson (Foto) und Co.: Beim 3. Süddeutschen Mops- und Bulldoggenrennen wurden in diesem Jahr insgesamt 160 Hunde gemeldet. Im Schnitt wetzen die kleinen Dickerchen nach rund acht Sekunden über die Ziellinie. Emma, eine französische Bulldogge, gewinnt. Sie braucht nur 5,51 Sekunden.

Wanderin zwischen Kühen
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Totgetrampelt

Eine Wanderin im Stubaital und ein Bauer werden totgetrampelt, eine Joggerin hat mitten in München plötzlich die Hörner einer Kuh im Rücken: In jüngster Zeit machten Rinder-Attacken auf Menschen Schlagzeilen. Kühe sind zwar eigentlich friedliche Tiere, sie können nur nicht mit Stress umgehen. Nicht nur für Landwirte können Rinder gefährlich werden – auch Wanderer auf Almen sollten sich vorsehen. Der Bayerische Bauernverband rät, gebührenden Abstand zu Weidetieren zu halten: „Ruhig bleiben, nicht davonlaufen und im absoluten Notfall der Kuh mit einem Stock auf die Nase hauen oder langsam und ruhig aus der Gefahrenzone gehen.“ Fast 10.200 Unfälle mit Rindern wurden im vergangenen Jahr bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gemeldet.

Eine Kuh auf der Autobahn?
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Vorsicht, eine Kuh!

Fast 10 200 Unfälle mit Rindern wurden im vergangenen Jahr bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) gemeldet. Viele davon passierten beim Melken (24,7 Prozent), dicht gefolgt vom Betreuen, Hüten und Pflegen (20,7 Prozent). Fast 5000 Mal trat ein Rindvieh zu (41,3 Prozent), mehr als 2000 Mal wurde ein Mensch gestoßen, mehr als 1000 Mal eingequetscht oder eingeklemmt. 149 Mal griff ein Rind den Versicherungszahlen zufolge einen Menschen an, vier dieser Angriffe endeten tödlich.

Schäferhunde
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Exportschlager

Sie haben Namen wie „Kongo von der Freiheit Westerholt“ oder „Gucci vom Elbe-Saale-Winkel“ – die Welt-Elite der Deutschen Schäferhunde trifft sich an diesem Wochenende in Nürnberg. Beim jährlich ausgerichteten Weltchampionat, der größten solchen Veranstaltung, sollen die besten Tiere für die Zucht ausgesucht werden. Die Hunde sollen gesund, lebhaft und freundlich sein. In Nürnberg geht es um Aussehen und Charakter. 1600 Tiere aus 54 Ländern in drei Altersklassen treten gegeneinander an – pro Klasse sind oft mehr als 200 Hunde am Start. „Die reisen von Argentinien bis Zypern an“, sagt Heiko Grube, Sprecher des Vereins für Deutsche Schäferhunde (SV).

Solange das Robbenbaby gesäugt werden muss, bleibt das Muttertier an seiner Seite. Das Junge muss sich vor seinem ersten Ausflug in die eiskalte Nordsee eine isolierende Speckschicht anfuttern, denn das weiße Fell, mit dem sie zur Welt kommen, ist nicht wasserdicht und schützt nur vor Wind und Kälte.

  • dpa
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