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Bad Reichenhall: Mehrere Tote bei Einsturz von Eissporthalle

In Bad Reichenhall ist am Montag das Dach einer Eissporthalle unter der Last der Schneemassen eingestürzt. Mindestens fünf Menschen wurden getötet. Ein Schwerverletzter musste reanimiert werden.

Hilfskräfte stehen am Montag (02.01.2006) vor der zerstörten Eishalle in Bad Reichenhall. Foto: dpa
Hilfskräfte stehen am Montag (02.01.2006) vor der zerstörten Eishalle in Bad Reichenhall. Foto: dpa

HB BAD REICHENHALL. Beim Einsturz des Dachs der Eissporthalle im bayerischen Bad Reichenhall sind am Montag zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.

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Bis zum Abend waren nach Angaben der Polizei fünf Tote geborgen, darunter zwei Kinder. 32 weitere Menschen konnten nach Angaben der Behörden aus der eingestürzten Halle herausgeholt werden. 18 Personen seien schwer, acht weitere leicht verletzt, und sechs Personen überstanden das Unglück unverletzt. Rund 20 Personen würden noch unter den Trümmern vermutet, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. „Es ist zu befürchten, dass es noch viel mehr Tote geben wird“, sagte Johann Bohnert von der Polizeidirektion Traunstein am Abend der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verschütteten lägen auf dem Eis, und auch die niedrigen Außentemperaturen verschlechterten ihre Überlebenschancen. „Da zählt jede Minute“ sagte Bohnert. Rund 700 Helfer aus Deutschland und dem benachbarten Österreich waren nach Angaben von Landrat Georg Grabner am Abend noch im Einsatz, um die Opfer des Unglücks zu bergen. Die Polizei rechnete damit, dass der Rettungseinsatz die ganze Nacht noch andauern würde. Die Polizei wies Darstellungen zurück, es habe wegen der Schneemassen auf dem Dach Einsturzgefahr bestanden. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

Nach Angaben des Landratsamts stürzte ein Großteil des Daches gegen 16.00 Uhr ein. Zu dieser Zeit hielten sich nach Polizeiangaben etwa 50 Personen in der Halle auf. Gegen 16.50 Uhr löste das Landratsamt Berchtesgadener Land Katastrophenalarm aus und beorderte alle verfügbaren Rettungskräfte an den Unglücksort. Neben Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk war auch die Bundeswehr im Einsatz. Zudem wurden Hunde zur Suche nach Verschütteten an den Unglücksort gebracht. Die Rettungsarbeiten wurden durch heftigen Schneefall behindert, der auch die Anfahrt des dringend benötigten schweren Räumgeräts erschwerte. Am Abend hatten die Rettungskräfte das Dach mit sechs Kränen stabilisiert und abgestützt. Nun würden zunächst schon bei Erdbeben eingesetzte Suchhunde mit ihren Hundeführern in die Trümmer geschickt. „Leider ist es totenstill in der Halle“, sagte Polizeisprecher Fritz Braun auf die Frage, ob die Retter Rufe oder andere akustische Signale gehört hätten. Es gebe aber genügend Lufträume, die ein Überleben ermöglichten.

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