Baden-Württemberg
Festnahmen nach neuer Amok-Drohung

Die Amok-Drohung vom Nikolaustagung in Baden-Württemberg ist noch nicht aufgeklärt, da muss sich die Polizei mit einer neuerlichen Ankündigung eines Schul-Überfalls herumschlagen: Drei Männer wurden festgenommen, weil sie im Internet eine entsprechende Drohung verfassten - ausgerechnet auf den Seiten der Polizei.

HB STUTTGART. Auf der Homepage der baden-württembergischen Polizei war nach deren Angaben ein Internet-Formular ausgefüllt worden, auf dem ein Unbekannter auf die Großaktion der Sicherheitskräfte zum Schutz der Schule von Offenburg am Donnerstag Bezug nahm. Er habe geschrieben, die Polizei solle nicht glauben, dass sie den Fall geklärt habe und der Täter der 18-Jährige sei, der sich das Leben genommen hatte. Vielmehr werde er, der Absender der E-Mail, am Donnerstag die Berufliche Schule in Achern überfallen.

Die Polizei nahm daraufhin am Freitag drei Männer im Alter von 19, 23 und 35 Jahren fest. Zunächst hätten alle eine Verstrickung bestritten. Inzwischen habe einer gestanden, die neuerliche E-Mail verfasst zu haben. Geprüft werde auch, ob sie für die Drohung am Nikolaustag verantwortlich seien, berichtete die Polizei am Donnerstag in Offenburg.

Eine Amoklauf-Drohung im Internet hatte am Mittwoch Schüler, Lehrer und Eltern in Angst und Schrecken versetzt. Die Polizei konzentrierte sich bei ihren Schutzmaßnahmen auf das Technische Gymnasium in Offenburg, wo der 18-Jährige Schüler war. Er galt als möglicher Urheber der Ankündigung. Am Mittwoch wurde seine Leiche entdeckt. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Ob der junge Mann tatsächlich hinter der Drohung steckt, ist nach Darstellung der Ermittler bislang unklar.

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