Bärenjagd geht weiter
„Bruno“ legt Wandergebiet lahm

„Bruno“ alias „JJ1“ ist am späten Donnerstagabend nahe dem oberbayerischen Bad Tölz gesehen worden. Die Polizei sperrte das beliebte Wandergebiet großräumig ab - sogar eine Kabinenseilbahn musste gestoppt werden. Unterdessen nehmen die finnischen Profi-Häscher die Fährte entlang der Isar auf.

Der seit Wochen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Braunbär ist am späten Donnerstagabend nahe dem oberbayerischen Bad Tölz gesehen worden. Mehrere Wanderer hätten den aus Norditalien stammenden „Bruno“ in den Bergen gesehen, bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag. Die finnischen Bärenjäger mit ihren fünf speziell ausgebildeten Hunden nahmen die Suche nach dem Tier entlang der Isar wieder auf. Die Polizei sperrte das beliebte Wandergebiet für Bergsteiger großräumig ab. Auch die Kabinenseilbahn auf das 1556 Meter hohe Brauneck musste auf Anordnung der Behörden den Betrieb vorläufig einstellen.

Der Bär, der offiziell „JJ1 “ heißt, war am Mittwochabend am Sylvensteinsee von einem Auto gestreift worden. Den Zusammenstoß hat das Tier offenbar gut überstanden. Auch nach der erneuten Sichtung werden die Aussichten, den Bär zu fangen, skeptisch beurteilt. „Die Chancen sind gering, dass wir ihn erwischen“, sagte Manfred Wölfl vom bayerischen Umweltministerium im Bayern2Radio. Für die Bärenjäger und ihre Hunde könnten sich die Bedingungen allerdings verbessert haben, da es über Nacht regnete. Bei großer Hitze und Trockenheit verdampft die Spur eines Bären rasch, was den Hunden ihre Arbeit erschwert.

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