Bahn alarmiert
Anschlag auf ICE verläuft glimpflich

Nachdem in drei Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Bombenalarm ausgerufen wurde, ist es zu einem neuen Zwischenfall bei der Deutschen Bahn gekommen. Unbekannte verübten einen Anschlag auf einen ICE zwischen Hannover und Berlin verübt. Nun ruft die Bahn zu erhöhter Aufmerksamkeit auf.

HB HANNOVER/BERLIN. Wie die Bundespolizei am Mittwoch berichtete, haben die Täter bei Hannover Betonplatten auf die Gleise gelegt. Ein ICE sei mit hoher Geschwindigkeit über die Hindernisse gefahren und habe die Betonplatten weggeschleudert. Verletzt wurde niemand, am ICE entstand kein Schaden. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Am Montag und Dienstag war es zu Bombenalarm in drei Bahnhöfen gekommen. Ein herrenloser Koffer im nordrhein-westfälischen Dormagen hatte am Dienstag Abend einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Laut Polizei wurde ein Zug evakuiert, nachdem das Gepäckstück im Bordrestaurant gefunden worden war. Spezialisten stellten aber nur Kleidungsstücke sicher.

In Dortmund war am Montag ein Koffer geöffnet worden, der unter anderem eine Gasflasche und Benzin enthielt. Einen Tag später wurde auch in Koblenz in einem herrenlosen Koffer eine Propangasflasche entdeckt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Allerdings ist nach wie vor unklar, ob mit den Bomben ein Terroranschlag oder eine Erpressung der Bahn geplant war. Ungeklärt war am Mittwoch auch, ob die Sprengsätze tatsächlich scharf waren.

Deutsche Bahn alarmiert

Nach den Sprengstofffunden in den zwei Regionalzügen rief die Deutsche Bahn ihre Mitarbeiter am Mittwoch nochmals zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. „Dabei sind wir eigentlich seit dem 11. September sensibilisiert und durch das Großereignis Fußball-WM sind noch alle bestens geschult“, sagte ein Bahnsprecher. Die Zugbegleiter, das Bahnhofspersonal und die Sicherheitsleute in den Bahnhöfen sollten ihr „besonderes Augenmerk“ auf herrenlose Gepäckstücke legen.

„Wir sind auch für Hinweise von Reisenden dankbar und prüfen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.“ Allerdings sei nicht auszuschließen, dass der Reisebetrieb dadurch beeinträchtigt wird - wie 2003, als nach dem versuchten Anschlag im Dresdner Hauptbahnhof eine Vielzahl von unbeaufsichtigten Koffern gemeldet und mehrmals Bahnhöfe gesperrt wurden.

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