Bahnstrecke nach ICE-Unglück wieder frei
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Traktorfahrer

Nach dem ICE-Unglück in Südbaden ermitteln Bundesgrenzschutz (BGS) und Staatsanwaltschaft gegen den 40 Jahre alten Weinbauern, der bei dem Unfall schwer verletzt worden ist. Der Winzer müsse sich wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten, sagte ein BGS-Sprecher am Freitag.

HB EFRINGEN-KIRCHEN. Der Traktor des Bauern war am Donnerstag beim Pflügen in einem Weinberg bei Efringen-Kirchen (Kreis Lörrach) ins Rutschen geraten und auf die Gleise gestürzt. Der ICE 600 (Basel-Dortmund) erfasste das Fahrzeug. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen könne ein Vorsatz des Bauern jedoch ausgeschlossen werden, hieß es. Bislang sei der Mann nicht vernehmungsfähig.

Der Triebwagen des Hochgeschwindigkeitszugs schleifte den Traktor mehr als 300 Meter mit. Obwohl der Zug dabei mit zwei Drehgestellen aus den Schienen sprang, stürzte er nicht um. Ein entgegenkommender ICE streifte den Unglücks-Zug.

Der Traktorfahrer hatte sich noch rechtzeitig von den Schienen schleppen können. Eine Reisende im ICE 600 wurde leicht verletzt und musste behandelt werden. Mehrere Passagiere sowie der Lokführer erlitten einen Schock, leichtere Schürfwunden sowie Prellungen.

Nach dem ICE-Unglück in Südbaden ist die Bahnstrecke Basel-Freiburg am Freitagmorgen wieder komplett freigegeben worden. Bei dem Unglück am Donnerstag waren die Passagiere zweier ICE-Züge nur knapp einer Katastrophe entgangen.

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