Bandenchef soll eine „große Nummer" sein
Geldfälscherbande mit 9 Millionen Franken festgenommen

Die Schweizer Polizei hat eine Bande mit mehr als 9 Millionen Franken Falschgeld im Nennwert von 6,3 Millionen Euro festgenommen. Die Fälscher fuhren Luxusautos und hatten 280 000 echte Franken dabei.

HB/dpa GENF. Bei den vier Betrügern im Alter von 24 bis 46 Jahren seien drei Luxusautos und 280 000 echte Franken sichergestellt worden, teilte die Polizei des Kantons Zürich am Donnerstag mit. Zwei der Festgenommenen seien in Deutschland wegen gleicher Delikte vorbestraft. Der Bandenchef soll eine „große Nummer“ im betrügerischen Devisengeschäft sein. Die Festgenommenen sollen nach Polizeiangaben aus Serbien-Montenegro stammen und Wohnsitze in Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben.

Die Männer hätten bei einem Immobilien- und Geldwechsel-Geschäft das Falschgeld an den Mann bringen wollen. Sie gaben vor, die Villa eines Schweizers im Wert von 1,8 Mill. Franken kaufen zu wollen. Dem Geschäftspartner sei vorgeschlagen worden, die Liegenschaft und 2 Mill. Euro zu übergeben und im Gegenzug 9 Mill. Franken zu bekommen. Die Täter begründeten das Angebot damit, dass es sich um Schwarzgeld handle.

Nach Angaben der Polizei war einer der sichergestellten Personenwagen mit gefälschten italienischen Kontrollschildern versehen gewesen. Diese hätte das Auto als Diplomatenfahrzeug eines Botschafters ausgewiesen.

In den vergangenen Monaten sind nach Angaben der Polizei viele Schweizer und Deutsche Opfer solcher betrügerischen Geschäfte geworden, bei denen die Täter immer nach dem selben Muster vorgingen. Die Opfer sind meist Inserenten, die teure Immobilien, Fahrzeuge, Schmuck oder andere Wertgegenstände zum Verkauf anbieten. Die Betrüger geben sich als ernsthafte Kaufinteressenten und bieten Zusatzgeschäfte an.

Zur Kontaktaufnahme wird mit den Opfern häufig ein Treffen in norditalienischen Hotels vereinbart. Die Betrüger versuchen die Verkäufer zu überreden, ihnen neben dem Verkaufsobjekt auch Bargeld zu überlassen. Dafür versprechen sie eine großzügige Entschädigung in anderer Währung. Sie geben vor, Schwarzgeld platzieren zu wollen und versprechen Gewinne bis zu 40 Prozent.

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