Bangen an der Elbe
Dramatische Hochwasser-Lage in Sachsen-Anhalt

Die einen hoffen noch, die anderen müssen sich dem Hochwasser geschlagen geben. Tausende verlassen wegen der Elbeflut ihre Häuser. Wo das Wasser wieder sinkt, hinterlässt es Verwüstungen.
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Berlin/MagdeburgDurchweichte Dämme und Helfer im Dauereinsatz : Das Hochwasser bringt die Menschen vor allem im Osten Deutschlands an ihre Grenzen. In mehreren Orten an der Elbe und der Saale hielten Deiche den Wassermassen nicht mehr stand oder waren akut gefährdet. Tausende Flutopfer mussten sich in Sicherheit bringen. Besonders dramatisch war die Lage am Samstag in Sachsen-Anhalt. Politiker warfen die Frage auf, wer die erwarteten Milliardenschäden zahlen soll.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte die Solidarität der anderen Bundesländer. „Das ist eine nationale Aufgabe, da müssen die 16 Bundesländer und der Bund zusammenhalten“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) deutete an, dass die Finanzhilfen für Flutopfer falls nötig aufgestockt würden. Bisher hat der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt. Steuererhöhungen seien trotz des hohen Schadens nicht nötig, sagte Schäuble der „Passauer Neuen Presse“. Sonntag will Bundespräsident Joachim Gauck Hochwasserregionen an der Saale und der Elbe besuchen.

Die Hochwassersituation im Überblick:

Sachsen Anhalt: In Sachsen-Anhalt spitzt sich die Lage an Elbe und Saale weiter zu. Im Mündungsbereich der Saale in die Elbe forderten die Behörden 3000 Menschen auf, sich vor einer drohenden Überflutung in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben des Katastrophenschutzstabes ist nördlich des Ortes Klein-Rosenburg ein durchweichter Deich der Saale nicht mehr zu halten.

In Magdeburg wurde ein Altenpflegeheim evakuiert. Aber auch zahlreiche weitere Bewohner müssten sich darauf einstellen, ihre Häuser zu verlassen. In einigen Straßen musste auch die Elektrizität abgestellt werden. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper warnte die Bürger vor einem dramatischen Wochenende. Weiter südlich sollte die Ortschaft Susigke evakuiert werden, rund 300 Bewohner sollten ihre Häuser verlassen. Bei Bitterfeld dagegen entspannte sich die Lage, auch in Halle an der Saale wurde der Katastrophenfall wieder aufgehoben.

Brandenburg: In Brandenburg blieb die Hochwasserlage angespannt. In Mühlberg sank der Pegelstand der Elbe zwar auf 9,77 Meter, dennoch blieb der Druck auf die Schutzanlagen enorm. Den Einsatzkräften an den Deichen stehe ein tagelanger Kampf gegen das Hochwasser bevor, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Nach der Evakuierung von Mühlberg im Kreis Elbe-Elster sei an eine Rückkehr der knapp 4500 betroffenen Bürger nicht zu denken. Die Lage an Spree und Schwarzer Elster entspannte sich langsam.

Sachsen: Sachsen hat den Scheitelpunkt der Elbeflut zwar schon überstanden, allerdings sank der Wasserstand nur sehr langsam. Noch immer waren Orte überschwemmt und Verkehrslinien gekappt. Rund 12 000 Menschen harrten in Sachsen nach Angaben vom Freitag noch in Notquartieren, bei Verwandten und Freunden aus. Allein in Dresden waren 4900 Haushalte weiterhin ohne Strom. Hubschrauber der Bundeswehr versuchten bei Großtreben-Zwethau, ein Loch in einem Deich mit großen Sandsäcken abzudichten. Rund 500 Menschen sollten dort ihre Häuser verlassen.

Schleswig-Holstein/Niedersachsen: Im schleswig-holsteinischen Lauenburg sind die Vorbereitungen auf das Elbe-Hochwasser abgeschlossen. Der Fluss war dort allerdings weniger stark gestiegen als befürchtet. Der Höhepunkt der Flut wird dort an diesem Mittwoch erwartet. Auch in Niedersachsen erwarteten die Behörden für das Wochenende noch einmal stark steigende Wasserstände der Elbe. Wie schlimm es werde, sei aber noch immer nicht klar, sagte ein Sprecher.

Bayern: An der Donau durften im vom Hochwasser schwer betroffenen bayerischen Landkreis Deggendorf die meisten Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Dort beginnen nun die Aufräumarbeiten. In einigen Stadtteilen von Deggendorf müssen sich die Bewohner hingegen weiter gedulden - Häuser und Straßen waren dort noch immer überflutet.

Österreich/Ungarn: Donauabwärts in Österreich ist das Hochwasser fast weg, jetzt kommt der Schlamm: Feuerwehr, Soldaten und freiwillige Helfer schaufelten Tonnen Schlamm aus eben noch überfluteten Ortschaften. Wenn die Erde antrockne, sei sie kaum noch zu beseitigen, warnten die Behörden. Die Schäden werden inzwischen mit der Jahrhundertflut 2002 verglichen: Sie sollen auch hier in die Milliarden gehen.

Das Rekordhochwasser nähert sich nun der ungarischen Hauptstadt Budapest. Die Scheitelwelle wird dort am Montagfrüh erwartet. Seit Tagen sind Tausende Soldaten und freiwillige Helfer im Einsatz, um Dämme und Uferanlagen mit Sandsäcken zu verstärken und mobile Schutzdämme zu errichten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dieses"BEKENNERSCHREIBEN DER GERMANOPHOBEN FLUT-GANG" stand einen halben Tag lang auf der Web-Seite von INDYMEDIA:
    "Germanophobe Flut-Brigade 08.06.2013 19:59 Themen: ANTIFA
    Image
    Wir, die germanophobe Flut-Brigade, haben es uns zum Ziel gesetzt Deutschland (oder Teile davon) unter den Wassermassen leiden zu lassen. Für uns ist der Slogan “Deutschland in den Rücken fallen” mehr als nur ein Lippenbekenntnis, wir lassen Taten folgen.
    Aus diesem Grund haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die von der scheisz-deutschen Volksgemeinschaft errichteten Dämme und Deiche soweit zu beschädigen, dasz das Wasser endlich wieder die Städte fluten kann. ..."

    Es wird Zeit, den "Kampf gegen Rechts" zu verstärken, oder???

    Reinhard "Hardy" Rupsch, Münster i.W.

  • @Fehrmann: sind wir froh, daß es keinen Geldtopf in dieser Form gibt. Er wäre schon längst "europäisiert" worden. Wir zahlen ein und die anderen holen raus. Das Spiel ist doch schon zur genüge bekannt.
    Beklemend: wir, die wir eine ausgesprochene Rettungsphobie für andere haben, haben für unsere eigenen Landsleute nicht übrig. Das macht so sauer!
    Keinen Cent mehr für diese Drecks-EU, solange bei uns nicht der letzte Damm repariert, die letzte Straße wiederhergestellt und die Leute wieder ein beziehbares zuhause haben.
    An dieser Stelle sei auch den zahlreichen Spenden der EU Länder gedankt. Ironie aus.

  • Im Fernsehen wird man jetzt schon zu Spenden für die Flutopfer aufgerufen -

    So sieht's aus: der Deutsche muss sich letztlich immer selbst helfen.


    Es werden in diesem Land auch bald viele Leute absaufen, die nicht in Ufernähe gebaut haben.

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