Basel
Pilot stirbt bei Flugzeugabsturz in der Schweiz

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf einen Wohnblock in Basel ist der Pilot ums Leben gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt. Die einmotorige Maschine war kein herkömliches Serienflugzeug.

HB BASEL. Wie die Polizei mitteilte, setzte der Aufprall der einmotorigen Maschine, die für einen 8000 Kilometer langen Flug in die USA mit etwa 1700 Litern Kerosin betankt war, das Dach des Wohnblocks in Brand. Die drei oberen Stockwerke wurden zerstört. Die Ursache des Unfalls war zunächst nicht bekannt.

Nach Augenzeugenberichten lagen überall im Wohnviertel Flugzeugtrümmer. Die Leiche des Piloten fiel nach Angaben der Feuerwehr auf einen Spielplatz in der Nähe des Wohnhauses, wo etwa 20 Kinder spielten. Keines sei verletzt worden.

Wie eine Sprecherin des Euro-Airports Basel-Mühlhausen sagte, war der Pilot kurz vor Mittag allein mit einer Sondergenehmigung für sein Experimentierflugzeug gestartet. Der 58-Jährige, der eine Flugerfahrung von 16 000 Stunden vorweisen konnte, wollte mit einem Nonstop-Flug nach Wisconsin (USA) an den legendären Atlantik-Flug in umgekehrter Richtung von Charles A. Lindbergh im Jahr 1927 erinnern. Der Flug unter dem Namen „Saint-Louis Memory Flight“ hätte rund 30 Stunden gedauert. Doch knapp fünf Minuten nach dem Start prallte die Maschine nahe der französischen Grenze in das Wohngebäude.

Das Kleinflugzeug war nach Informationen des Schweizer Fernsehens in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gebaut worden und hatte erst vor rund einem Monat seine Testflüge absolviert. Der ehemalige Swissair-Kapitän, der nach dem Zusammenbruch der Fluglinie 2001 frühpensioniert worden war, habe vorgehabt, mit dem Flugzeug später die Erde über die beiden Pole zwei Mal zu umrunden. Schon im Jahr 2000 hatte er mit seinem Experimental- Flugzeug „Long-EZ“ zwei Mal die Erde umrundet und Weltrekorde aufgestellt.

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