
NEUSTADT AN DER SAALE HB. Hunderte Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr übten am Wochenende den „Frankentornado“. Das Szenario: Ein Unwetter richtet verheerende Schäden an. Die Hallendecke einer Disco ist eingestürzt, ein Krankenhaus muss evakuiert werden, in einer Fabrik sind Arbeiter verschüttet - an verschiedenen Orten warten Menschen auf Hilfe. Um diese Situation zu bewältigen, reichen die lokalen Einsatzkräfte längst nicht aus.
Für solche Fälle gibt es im Freistaat mannstarke Einsatzkontingente für den Katastrophenschutz. Diese Kontingente existieren erst seit zwei Jahren. Eingerichtet wurden sie angesichts der Erfahrungen aus dem Elbehochwasser. Bislang hatten die verschiedenen Einsatzkräfte das Zusammenspiel noch nicht üben können. Der Frankentornado war die erste auf dieser Ebene angelegte Großübung.
Doch die Sonne machte den hunderten Freiwilligen am Ende einen Strich durch die Rechnung. Nachdem mehr als ein Dutzend Helfer hitzebedingt ausfielen, brach der Stab die Übung am Samstagnachmittag ab. Dennoch zeigten sich die Organisatoren zufrieden, da der größte Teil der Szenarien noch beübt werden konnte.