Bayern
Problembär „Bruno“ wird zur Schau gestellt

Gut eineinhalb Jahre nach seinem umstrittenen Abschuss in den bayerischen Bergen soll der ausgestopfte Braunbär „Bruno“ eine neue Heimat finden. Vom Frühjahr an soll der Bär der Öffentlichkeit präsentiert werden.

HB MÜNCHEN. Der neue bayerische Umweltminister Otmar Bernhard kündigte im „Münchner Merkur“ an, dass die neue Ausstellung mit dem prominenten Bären im Münchner Schloss Nymphenburg im Frühjahr 2008 eröffnet werden soll.

„Der Bär soll nicht als Kuscheltier dargestellt werden und auch nicht als brutaler Räuber, sondern zusammen mit anderen Tieren in einem wissenschaftlichen Umfeld“, sagte der CSU-Politiker. Im Museum „Mensch und Natur“ im Schloss Nymphenburg sei „der Bär würdig präsentiert“, fügte Bernhard hinzu. Die Präparation werde voraussichtlich im Januar abgeschlossen sein.

Um die Überreste des ersten seit über 170 Jahren nach Deutschland eingewanderten wilden Bären hatte es zuvor ein heftiges Tauziehen gegeben. Nicht nur mehrere Museen, darunter das Schlierseer „Bauernhof- und Wintersportmuseum“ von Ex-Skistar Markus Wasmeier hatten sich um „Bruno“ bemüht. Auch die italienische Staatsregierung hatte von Bayern die Auslieferung des in Südtirol geborenen Tieres verlangt. Der Bär mit dem offiziellen Namen JJ1 war am frühen Morgen des 26. Juni 2006 von einem geheimen Jägerkommando erschossen worden.

Zuvor hatte das im bayerischen und österreichischen Grenzgebiet umherwildernde Jungtier als „Problembär“ Wochen lang Aufsehen erregt, nachdem es zahlreiche Schafe gerissen hatte und in bewohntem Gebiet umhergestreift war. Sein Brudertier JJ3 macht bereits seit Monaten mit ähnlichen Aktionen die Gegend um einen Schweizer Nationalpark unsicher; die ebenfalls als verhaltensgestört geltende Mutter der JJ-Bären namens Jurka wurde inzwischen zum Schutz der Bevölkerung in Italien in ein Gehege gesperrt.

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