Bayern
Unwetter legt Flughafen München vorübergehend lahm

Ein schweres Unwetter mit Sturm, Blitz und heftigen Regenschauern ist am Dienstag über Bayern gezogen. Bäume stürzten um und blockierten Straßen, Strommasten knickten, Keller und Unterführungen liefen voll Wasser. Zwischenzeitlich musste der Flughafen München seinen Betrieb einstellen.

HB MÜNCHEN. Die Rettungskräfte rückten zu hunderten Einsätzen aus. Auch der Bahnverkehr war betroffen. "Viel Wind, viel Regen - wir haben einen Notruf nach dem anderen", sagte ein Polizeisprecher in Regensburg am Abend. Zuvor war das Unwetter über Schwaben und Oberbayern gezogen.

In München war vorübergehend der Flugverkehr lahmgelegt. Viele Flugzeuge, die in München landen wollten, mussten Warteschleifen drehen. 14 Flüge wurden ganz gestrichen. Nach einer knappen Stunde konnten die Maschinen gegen 19.25 Uhr wieder starten und landen. Auf überschwemmten Fahrbahnen gerieten Autofahrer ins Rutschen. Auf den Autobahnen A 7, A acht und A neun rissen die Sturmböen Lkw-Anhänger um, Äste, Buschwerk und umgestürzte Bäume behinderten den Verkehr. Die Autobahn A acht musste bei Odelzhausen wegen Überflutung komplett gesperrt werden, es bildeten sich rund 20 Kilometer lange Staus.

Nach Angaben eines Bahnsprechers waren einige Strecken im Allgäu und rund um München durch Bäume blockiert. Blitze beschädigten zudem teilweise Stellwerke und Signale. Die Bahn gehe aber davon aus, dass zum Berufsverkehr am Mittwoch der Verkehr wieder laufen werde. "Wir werden die ganze nach Nacht über arbeiten."

Der Wetterdienst Meteomedia meldete orkanartige Böen von bis zu 140 Stundenkilometern etwa im Bereich Landsberg am Lech. Insgesamt blieben aber nach ersten Angaben der Polizei schwere Unfälle die Ausnahme.

Eine Frau wurde im oberbayerischen Altenstadt im Landkreis Weilheim-Schongau schwer verletzt, als ein Ast auf ihr Auto stürzte. Im Landkreis Eichstätt fuhr ein Auto in einen entwurzelten Baum. Bei Senden im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm knickte die Spitze eines Maibaumes ab und fiel auf ein vorbeifahrendes Auto.

Im Stadtgebiet von München blieb es vergleichsweise ruhig. Die Polizei registrierte von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr nur zehn Einsätze, die Feuerwehr rückte 50 Mal aus. "München ist glimpflich davongekommen, sagte Polizeisprecher Damian Kania. "Von unserer Seite aus ist nicht viel zu tun gewesen."

Die Unwetterfront zog laut Meteomedia über Bayern hinweg nach Nordosten und könne nachts auch noch Sachsen mit heftigen Regenfällen und Gewittern erreichen.

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