Beben geschah in einer Tiefe von zehn Kilometern
Behörden geben wieder Tsunami-Entwarnung

Sieben Monate nach den verheerenden Flutwellen im Indischen Ozean sind am Sonntag nach einem starken Erdbeben vor Indiens Ostküste vorübergehend erneut Tsunami-Warnungen herausgegeben worden.

HB PORT BLAIR. Dem Erdbeben-Informationszentrum U.S. Geological Survey (USGS) zufolge erreichte das Beben vor der Inselkette der Andamanen und Nikobaren habe eine Stärke von 7,0. Thailand warnte zunächst vor einem neuen Tsunami und ordnete die Evakuierung von tausenden Menschen in sechs südlichen Küstenprovinzen an - darunter auch die Touristen-Insel Phuket. Später hob die Regierung in Bangkok die Warnung wieder auf. Im weit entfernten indonesischen Aceh, dem von den Flutwellen im Dezember am stärksten betroffenen Gebiet, waren die Erschütterungen ebenfalls zu spüren. Der Chef des dortigen Erdbebenzentrums schloss die Möglichkeit eines Tsunamis ebenfalls nicht aus.

Die USGS gab eine örtliche Tsunami-Warnung für die dem Epizentrum nahe gelegenen Gebiete aus. Wenn sich allerdings innerhalb von einer Stunde nach dem Beben keine Flutwellen in der Nähe des Epizentrums auftürmten, bestehe keine Gefahr mehr. Die Behörde nannte 17.42 Uhr MESZ als Zeitpunkt des Bebens. Die indischen Behörden auf der Inselkette gaben bekannt, für das Archipel sei keine offizielle Tsunami-Warnung herausgegeben worden. Es bestehe dort keine Gefahr einer Flutwelle. Der oberste Verwalter der Inseln sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir haben Polizeiberichte von allen bewohnten Inseln. Es hat keine Verletzten und keine Schäden gegeben.“ Ein Polizeivertreter sagte: „Das Beben war auf allen Inseln der Andamanen- und Nikobaren-Kette zu spüren.“ Das Archipel besteht aus mehr als 550 Inseln. Die Polizei in Port Blair, der Hauptstadt der Inselkette sprach von einem Beben der Stärke 7,2. In der Stadt rannten hunderte Menschen in Panik aus ihren Häusern, um offene Plätze zu erreichen.

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