Behördliche Warnung
Tsunami-Alarm nahe Fukushima schreckt Japan auf

Japanische Behörden haben nach einem Erdbeben der Stärke 6,8 vor einem neuen Tsunami nahe Fukushima gewarnt, und Bewohner zur Flucht gedrängt. Doch die Angst war unbegründet.
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TokioEin Erdbeben an Japans Ostküste ist offenbar glimpflich verlaufen. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Auch an der beschädigten Atomanlage Fukushima Daiichi stellte der Betreiber Tepco zunächst keine Auffälligkeiten fest. Eine nach dem Erdstoß ausgebene Warnung vor einem etwa einen Meter hohen Tsunami wurde von den Behörden nach kurzer Zeit wieder aufgehoben, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstagmorgen (Ortszeit) meldete.

Laut US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) eine Stärke von 6,5 - zunächst war es stärker mit 6,8 gemessen worden. Das Epizentrum lag demnach etwa 130 Kilometer von der Stadt Namie entfernt in einer Tiefe von 11,1 Kilometern. Zunächst war von 13,3 Kilometern Tiefe die Rede gewesen.

Erinnerungen an 2011

Im März 2011 hatte eine gewaltige Naturkatastrophe Japans Nordosten heimgesucht. Das damalige Beben von etwa 9,0, gefolgt von einem gewaltigen Tsunami, tötete fast 19.000 Menschen und beschädigte das Atomkraftwerk Fukushima. In drei Reaktoren kam es in der Folge zu Kernschmelzen. Es war die weltweit größte Atomkatastrophe seit der im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl im Jahr 1986, und beschleunigte damals Deutschlands Atomausstieg.

In den vergangenen Tagen war der Taifun „Neoguri“ mit schweren Regenfällen über Teile Japans hinweggezogen. Mehrere Menschen wurden in den Tod gerissen. Nach tagelangem Toben entlang des fernöstlichen Archipels schwächte sich der Wirbelsturm am Freitag jedoch über dem Pazifik ab. Die Hauptstadt Tokio kam recht glimpflich davon.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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