Bei Geflügelfarm aufgefunden
Tote Wildvögel hatten keine Vogelgrippe

Die toten Wildvögel, die in der Umgebung der von Vogelgrippe befallenen Geflügelfarm in Sachsen gefunden worden waren, sind nicht an der Seuche verendet.

HB BERLIN. Ein Schwan und ein Blesshuhn seien negativ getestet worden, sagte ein Sprecher des sächsischen Krisenzentrums am Freitag in Dresden. Ihre Kadaver waren kurz nach Ausbruch der Vogelgrippe in einem Putenstall nahe der betroffenen Geflügelfarm bei Leipzig entdeckt worden. In ganz Sachsen gibt es damit weiter keinen Vogelgrippe-Fall bei Wildvögeln.

Unklarheit herrschte weiter darüber, wie die Puten mit dem hochansteckenden H5N1-Asia-Virus infiziert wurden. Niedersachsen forderte als Konsequenz aus dem Fall in Sachsen, es dürfe keine Ausnahmen mehr von der Stallpflicht geben. Die deutsche Geflügelwirtschaft erwartet keine deutliche Einbußen. Einer Umfrage zufolge meinen die meisten Deutschen, gegen die Vogelgrippe werde das Nötige getan.

Die Infektion auf der Geflügelfarm in Wermsdorf bei Leipzig war das erste Übergreifen der Vogelgrippe auf Nutzgeflügel in Deutschland. Daraufhin wurde eine Sperrzone eingerichtet, innerhalb der alle rund 30 000 Stück Nutzgeflügel getötet werden. Neben den 16 000 Tieren des Betriebs, wo sich Puten mit der hochpathogenen Form der Vogelgrippe angesteckt hatten, sollen vorsorglich weitere 14 000 Nutztiere in nachbarschaftlichen Betrieben getötet werden.

Das sächsische Sozialministerium teilte am Abend mit, die Hälfte der 773 Kilogramm Putenfleisch, die in den 14 Tagen vor der Entdeckung der Seuche aus dem Betrieb ausgeliefert worden sind, seien beschlagnahmt und beseitigt worden. Die andere Hälfte des Fleisches sei bereits verzehrt worden. Eine Gefährdung für Verbraucher habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Das Fleisch der geschlachteten Tiere sei von Amtstierärzten untersucht worden.

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